Busi­ness Insi­des & Lösun­gen: Mehr­wer­te im Portrait

Warum Terminator 2 ein Meilenstein der Filmgeschichte ist

Figur Terminator Genisys-T-800

Eine schnel­le Umfra­ge in der Redak­ti­on beweist: Alle erin­nern sich an den Kino­be­such, um zum ers­ten Mal Ter­mi­na­tor 2 in vol­ler Län­ge zu sehen. Arnold Schwar­zen­eg­ger als T 800, der jun­ge John Con­nor und eine ver­blüf­fend ver­wan­del­te Sarah Con­nor erzäh­len eine Geschich­te wei­ter, die ihrer­seits Kino­ge­schich­te geschrie­ben hat.

“Ich kom­me wie­der”, hat­te der Ter­mi­na­tor im ers­ten Teil der Film­rei­he so berühmt ver­spro­chen. Nun war er wie­der da und Ter­mi­na­tor 2 Jug­mend Day oder der Tag der Abrech­nung soll­te zum Mei­len­stein der Film­ge­schich­te werden.

Aber war­um genau? Was macht die Ter­mi­na­tor Film­rei­he und ganz spe­zi­ell Ter­mi­na­tor 2 zur bemer­kens­wer­ten Zäsur der Kino­ge­schich­te und vor allem der Film­tech­nik? Beson­ders in die­sem Aspekt gilt Ter­mi­na­tor 2 für man­che schlicht­weg als “the Film”. Ter­mi­na­tor 2 war auch der ers­te Film, des­sen Pro­duk­ti­ons­kos­ten die 100 Mil­lio­nen-Dol­lar Gren­ze gesprengt haben. Der ers­te Ter­mi­na­tor war noch ein Film mit schma­lem Bud­get: die ver­gleichs­wei­se lächer­li­chen 6,4 Mil­lio­nen hät­ten nicht mal annä­hernd für die Gagen des zwei­ten Films gereicht.

Logo Terminator 2 | Tag der Abrechnung

In unse­rem Arti­kel gehen wir der Fra­ge nach und schau­en, war­um Ter­mi­na­tor 2 her­aus­ragt, wie die Kri­ti­ken sei­ner­zeit aus­fie­len und was die Beson­der­hei­ten des Films sind. Viel Spaß beim Lesen, denn der “judgment day” kommt sicher­lich und hof­fent­lich nicht ganz so schnell und in die­sem Sin­ne: “has­ta la vis­ta baby”.

Kein Science-Fiction-Film wie jeder andere

Das Tol­le beim Film und ins­be­son­de­re auch bei Sci-Fi ‑Action Fil­men ist, dass ihre Pro­duk­ti­on natür­lich immer eine inter­es­san­te Vor­ge­schich­te hat. Was hat z.B. Ter­mi­na­tor 2 mit dem etwas weni­ger bekann­ten Sci-Fi-Action Kult-Film “The Abyss” zu tun?

Ers­te und ein­fachs­te Ant­wort: James Came­ron ist schon mal der Regis­seur bei­der Fil­me und auch bei­de Dreh­bü­cher gin­gen, zumin­dest antei­lig, auf Came­rons Kon­to. Zudem haben bei­de Fil­me den Oscar für die bes­ten visu­el­len Effek­te gewon­nen, womit wir auch schon beim rich­ti­gen The­ma wären.

Schon der Trai­ler von The Abyss sorg­te für Auf­se­hen und war trotz­dem nur ein klei­ner Vor­ge­schmack auf den Ter­mi­na­tor 2 Trai­ler, der ein­schlug wie eine Bom­be. Die Aus­schnit­te und Bil­der des Films, die das Publi­kum zu sehen bekam, waren so ver­blüf­fend neu und anders als alles Bis­he­ri­ge, dass von allen Sei­ten ein Stau­nen zu ver­neh­men war. Die Spe­zi­al­ef­fek­te bei­der Fil­me betra­ten Neu­land und leg­ten den Grund­stein für vie­le erstaun­li­che Sci-Fi Fil­me der letz­ten Jahrzehnte.

Flüssigkeiten in 3D

“The Abyss” – wie der Film “Abyss – Abgrund des Todes” im eng­li­schen Ori­gi­nal­ti­tel heißt – nutz­te zum ers­ten Mal eine Tech­no­lo­gie, die Was­ser so rea­lis­tisch wie noch nie dar­stel­len konn­te. Wer sich nicht mehr erin­nert: Im Film begeg­nen die Prot­ago­nis­ten einer Ali­en-Spe­zi­es, die sich auf dem Mee­res­grund in Form einer bieg­sa­men, frei beweg­li­chen Was­ser­säu­le zeigt. Selbst heu­te ist der Shot, in dem das Wesen das ers­te Mal zu sehen war, ein Augen­schmaus. Das war in die­ser rea­lis­ti­schen Dar­stel­lungs­wei­se eine Pre­mie­re und ein film­tech­ni­scher Mei­len­stein. Noch nie zuvor – und ehr­lich gesagt auch nicht vie­le Jah­re danach – hat man so eine opu­len­te Optik in einer der­art rea­li­täts­na­hen Ver­si­on gese­hen, geschwei­ge denn für mög­lich gehalten.

Hemd T-1000 mit Einschusslöchern im London Film Museum

Das Hemd des T‑1000 mit Ein­schuss­lö­chern im Lon­don Film Museum

Doch, war­um das gan­ze Gere­de über das Was­ser in The Abyss in einem Por­trät über Ter­mi­na­tor 2? Was hat die Dar­stel­lung von ani­mier­tem Was­ser mit Ter­mi­na­tor 2 zu tun? Die Ant­wort ist ganz ein­fach: Der neue T‑1000 ist einer der zen­tra­len Prot­ago­nis­ten in Ter­mi­na­tor 2 und gleich­zei­tig die Ver­bin­dung zwi­schen den bei­den Kino-Movies.

Alle, die Ter­mi­na­tor 2 gese­hen hat, erin­nert sich an die iko­ni­sche Sze­ne, in der der T‑1000 sei­ne Form ver­än­dert und zu einer Flüs­sig­keit wird. Die dahin­ter­lie­gen­de Tech­no­lo­gie wur­de von ILM (jene Effek­te-Fir­ma, die unter ande­rem für die Kate­go­rie Effek­te in Star Wars und India­na Jones ver­ant­wort­lich zeich­ne­te) in Zusam­men­ar­beit mit Pixar (den Toy-Sto­ry-Machern) ent­wi­ckelt und hat dem Ver­neh­men nach nicht nur unzäh­li­ge graue Haa­re, son­dern auch Trä­nen, Blut und Schweiß bei allen Betei­lig­ten gefordert.

James Came­rons Vor­stel­lung, Was­ser rea­lis­tisch in vol­lem 3D als Ren­der­gra­fik dar­zu­stel­len, schien zur dama­li­gen Zeit absurd. Kein Com­pu­ter der Welt besaß so viel Leis­tung, dass er der­ar­ti­ge Rechen­pro­zes­se durch­füh­ren konn­te und jeder, der von dem Pro­jekt hör­te, schüt­tel­te nur lächelnd den Kopf über das Vorhaben.

Wie sehr sich die Zweif­ler doch irren soll­ten. Came­ron und sein Team haben nach den Ster­nen gegrif­fen und dabei min­des­tens die höchs­ten Baum­kro­nen, wenn nicht gar den Mond erreicht. Selbst heu­ti­ge Effek­te-Spe­zia­lis­ten, wie etwa die You­Tuber vom Kanal Cor­ri­dor sagen: Eigent­lich waren sol­che Effek­te damals noch nicht mög­lich. Es ist unbe­greif­lich, wie die Macher SO ETWAS auf die Lein­wand brin­gen konn­ten. Aber sie taten es. Und dank 3d Kon­ver­tie­rung und Spe­cial Edi­ti­on kön­nen wir das Ergeb­nis in höchs­ter Qua­li­tät so oft wir wol­len im Heim­ki­no genie­ßen. The Abyss & Ter­mi­na­tor 2 – Tag der Abrech­nung sind in die­ser Hin­sicht sicher­lich die Erfin­dung des Buch­drucks in der Kinowelt.

Terminator-2-Tag-der-Abrechnung-Plakat

Zeitlose Effekte, die nicht altern

Schaut man sich heu­te den ers­ten Aven­gers Film von 2012 oder – noch schlim­mer – den Trans­for­mers Film von 2007 an, kommt unwei­ger­lich der Gedan­ke auf: “Nanu, das sah im Kino aber schon bes­ser aus. Was ist denn mit den Effek­ten pas­siert?” Die Ant­wort ist so ein­fach wie scho­ckie­rend: Sie sind veraltet.

Nicht, dass bei­de nun zu schlech­ten Fil­men gewor­den wären. So ist es nicht. Doch wegen ihrer Optik lohnt sich ein Re-Watch nicht unbe­dingt, denn inzwi­schen sind wir als Zuschau­er ande­res gewohnt. Selbst die Trai­ler kön­nen da nicht mehr mit­hal­ten und fal­len durch.

Beson­ders auf­fäl­lig ist das, wenn es um das visu­el­le Gefühl von Gewicht bzw. Mas­se geht. Wenn sich Opti­mus Prime oder der Hulk im Kampf über den Bild­schirm bewe­gen, hat man heut­zu­ta­ge nicht mehr das Gefühl, als wären die rie­si­gen, wuch­ti­gen Erschei­nun­gen. Viel­mehr glaubt man, dass sich hier gro­ße Luft­bal­lons einen Kampf lie­fern. Damals (und mit “damals” sind deut­lich weni­ger als 20 Jah­re vor unse­rer heu­ti­gen Zeit gemeint) konn­ten die­se Effek­te beein­dru­cken und haben Mil­lio­nen Men­schen in die Kinos gelockt. Heu­te kann man nur noch dar­über lächeln, dass man sich zu jener Zeit von die­sen Bil­dern vom Hocker hau­en ließ. Auch High­tech-Seri­en jener Jah­re haben heu­te etwas Humo­ris­ti­sches und sind unge­wollt lustig.

Ter­mi­na­tor 2 ist da ein ganz ande­res Kali­ber. The Ter­mi­na­tor 2 Judgment Day, ein Film, der gedreht wur­de, als Sega-Mega-Dri­ve die bes­te Spie­le­kon­so­le auf dem Markt war, beein­druckt uns auch heu­te noch. Wenn das Gesicht von Robert Patrick flüs­sig bzw. schein­bar zu Was­ser wird, im Hin­ter­grund der stäh­ler­ne Sound­track ertönt und die Kame­ra die Action der Bewe­gun­gen per­fekt trans­por­tiert, dann bekom­men Zuschau­er auch heu­te noch eine Gänsehaut.

Aber war­um sieht ein 30 Jah­re alter Effekt (wohl­ge­merkt zu einer Zeit als CGI noch in den Kin­der­schu­hen steck­te) bes­ser aus als ein ver­gleich­ba­rer Shot in einem nur 10 Jah­re alten Mar­vel Super­hel­den Film? Die Ant­wort ist wie­der sim­pel: Auch CGI funk­tio­niert häu­fig nur in Kom­bi­na­ti­on mit … na ja, nen­nen wir es mal Krea­ti­vi­tät. Ohne guter Ideen in der Gestal­tung der “Screens” kommt die Abrech­nung erwie­se­ner­ma­ßen spä­tes­tens auf der Leinwand.

Das bes­te Bei­spiel für die über­bor­den­de Krea­ti­vi­tät Came­rons und der Effek­te-Stu­di­os ist eine Sze­ne, die es in der fina­len Kino­fas­sung gar nicht zu sehen gab. Die Rede ist von der berühm­ten Zwil­lings­sze­ne in Ter­mi­na­tor 2. Was hat es damit auf sich?

Cover Terminator-2-Tag-der-Abrechnung

Gute Vorbereitung ist alles: Der Zwillingseffekt

Die­se, in der ori­gi­na­len Kino-Ver­si­on nicht ver­wen­de­te Sze­ne ist so beein­dru­ckend, dass sie in unse­rem Por­trät eine eige­ne Über­schrift ver­dient. In der 156-minü­ti­gen Ulti­ma­te Edi­ti­on sowie im 153-minü­ti­gen Director’s Cut gibt es eine Stel­le, in der Sarah Con­nor an den Pla­ti­nen im Kopf des T 800 schraubt. Als Zuschau­er sehen wir dabei den sit­zen­den Arnold Schwar­zen­eg­ger sowohl von hin­ten als auch über einen Spie­gel von vorn. Neben ihm steht Lin­da Hamil­ton und schraubt an sei­nem Kopf.

Wer die Sze­ne sieht, fragt sich unwei­ger­lich: “Wie haben die das gemacht?” Kur­ze Ant­wort: akri­bisch gute Vor­be­rei­tung. Lan­ge Ant­wort: Der Schwar­zen­eg­ger ali­as T 800, den wir von hin­ten sehen, ist nur eine Pup­pe und der Ter­mi­na­tor im Spie­gel, ist der Ech­te. Doch was ist mit Sarah Con­nor in die­ser Sze­ne? Nun, an die­ser Stel­le sei gesagt, dass Lin­da Hamil­ton im ech­ten Leben eine Zwil­lings­schwes­ter namens Les­lie Hamil­ton hat, die ihr zum Ver­wech­seln ähn­lich­sieht. Und genau die hat James Came­ron für den Shot gecastet.

Bei der Sarah Con­nor an unse­rem Pup­pen-Ter­mi­na­tor han­delt es sich um die ech­te Lin­da und bei der Ver­si­on im Spie­gel um ihre Schwes­ter. In Wirk­lich­keit gab es also gar kei­nen Spie­gel, son­dern wir sehen drei Men­schen und eine Ter­mi­na­tor-Pup­pe, die sich gegenübersitzen.

Damit die Sze­ne funk­tio­niert, haben alle Betei­lig­ten jede Bewe­gung bis ins kleins­te Detail geübt und alles voll­stän­dig syn­chron aus­ge­führt. Im fer­ti­gen Film sieht es dann so aus als wür­de Sarah am T 800 schrau­ben, wäh­rend sich bei­de im Spie­gel betrach­ten – und das alles ohne Schnitt. Ein­fach genial!

Wer nicht weiß, wie die Sze­ne ent­stan­den ist, traut sei­nen Augen nicht, weil alles so echt und rea­lis­tisch aus­sieht. Beim bes­ten Wil­len ist nicht zu erken­nen, wor­in der Effekt besteht. Sind die Details jedoch bekannt, sind wir beim Zuschau­en glei­cher­ma­ßen über­rascht wie beeindruckt.

Wohl gemerkt: Es han­delt sich hier­bei um eine Sze­ne, die noch nicht ein­mal im fer­ti­gen Film ver­wen­det wur­de und trotz­dem sind ein gigan­ti­scher Auf­wand und eine unfass­ba­re Krea­ti­vi­tät in die Sequenz geflos­sen. Das zeigt, wie durch­dacht und peni­bel geplant Ter­mi­na­tor 2 rea­li­siert wur­de, und wie der gan­ze Film mit sei­nen unglaub­li­chen Effek­ten zustan­de kom­men konn­te. Ter­mi­na­tor 2 ist vor allem auch das Ergeb­nis von viel guter Arbeit mit einem deut­li­chen Hang zum Perfektionismus.

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James Cameron über Terminator 2 Judgment Day

Ter­mi­na­tor 2 – Judgment Day oder Ter­mi­na­tor 2 – Tag der Abrech­nung war vor dem ers­ten Ava­tar Film Came­rons Magnum Opus. Mit T2 und dem Kampf zwi­schen dem T 800 und dem T 1000 hat­te er sich end­gül­tig sei­ne Spo­ren als Meis­ter der Action ver­dient. Doch wie steht er eigent­lich selbst zu sei­ner Fortsetzung?

Dazu zwei Stich­wor­te: Sting und Ecstasy.

Nein, die­se Wor­te haben sich nicht aus einem Dro­gen-Bericht auf unse­re Sei­te ver­irrt. Tat­säch­lich gibt Came­ron an, dass ihm die Idee zu Ter­mi­na­tor 2 Tag der Abrech­nung und die gan­ze Geschich­te rund um den von Edward Fur­long gespiel­ten John Con­nor kam, als er das Lied “Rus­si­ans” vom Album „The Dream of the Blue Turt­les“ hör­te und dabei völ­lig high von der Par­ty-Dro­ge Ecsta­sy war.

Der Gedan­ke, der ihm beim Text des Sting-Songs durch den Kopf ging, war: Lie­ben die Rus­sen ihre Kin­der? Denn falls sie es tun, wür­de der Kal­te Krieg nie­mals heiß wer­den. Die Asso­zia­ti­ons­ket­te, die von die­sem Gedan­ken zu Edward Fur­long als Anfüh­rer des Wider­stan­des führ­te, ist zwar nicht voll­ends klar, aber das Ergeb­nis spricht für sich: Die Sto­ry des Sci Fi Spek­ta­kels funk­tio­niert genau­so gut wie die eigent­li­che Action im Originaltitel.

Es scheint also alles gelun­gen, denn James Came­ron ist nach eige­ner Aus­sa­ge mit bei­dem sehr zufrie­den. Auch der Erfolg von “Ter­mi­na­tor 2 Jud­ge­ment day” lässt in die­ser Hin­sicht kei­nen Raum für Zweifel.

Die Kritiken zu Terminator 2 Tag der Abrechnung

Bereits die zeit­ge­nös­si­sche Kri­tik zum Film war über­wie­gend posi­tiv. Gera­de was die Trick­tech­nik, die Aus­stat­tung und die Kos­tü­me sowie das Sze­nen­bild anging, zeig­te sich die Kri­tik ein­stim­mig beein­druckt. Zur Beset­zung gab es unter­schied­li­che Stim­men, jedoch eben­falls mehr­heit­lich positive.

So war es auch nicht ver­wun­der­lich, dass Ter­mi­na­tor 2 nicht nur für zahl­rei­che Film­prei­se nomi­niert wur­de, son­dern vie­le davon auch gewann. So etwa den Oscar in den Kate­go­rien: Bes­te visu­el­le Effek­te (welch Wun­der), bes­tes Make-up, bes­te Ton­mi­schung und bes­ter Ton­schnitt. Außer­dem wur­den die Effek­te bei den BAFTA Awards, bei den Saturn Awards und bei den MTV Movie Awards im Jahr 1992 ausgezeichnet.

Ein­zig hin­sicht­lich der Dra­ma­tur­gie und der grund­sätz­li­chen Aus­sa­ge des Films gab es Kri­ti­ker, die sich nicht voll­ends über­zeu­gen lie­ßen. So wur­de dem Film oft die Action zum Selbst­zweck und die Gewalt als Über­zeich­nung attes­tiert. Arnies iko­ni­scher One-Liner “I’ll be back” avan­cier­te glei­cher­ma­ßen zum Trash-Slo­gan wie auch zum Gebet für Actionfans.

In der heu­ti­gen Film­kri­tik gibt es jedoch einen Kon­sens: Ter­mi­na­tor 2 ist der bes­te Action­film aller Zei­ten. Wenn Kri­ti­ker wie Alper von CSB, David Hain vom Video-Kanal BeHaind oder Yves von Movie­pi­lot gefragt wer­den, was ihre Lieb­lings-Gen­re-Fil­me sind (z.B. Lieb­lings-Lie­bes­film, Lieb­lings-Komö­die, usw.), dann ist eine lan­ge War­te­zeit vor­pro­gram­miert, denn das gro­ße Über­le­gen und Abwä­gen geht los.

Auf die Fra­ge nach dem bes­ten Action­film, kommt die Ant­wort jedoch wie aus der Pis­to­le geschos­sen: The Ter­mi­na­tor 2 Jud­ge­ment Day, kla­re Sache!

T2 ist der Zenit der Terminator-Reihe

Teil 1 war ein Über­ra­schungs­er­folg und ist defi­ni­tiv auch aus heu­ti­ger Sicht kein schlech­ter Film. Die Beset­zung war viel­fach auch dem Zufall geschul­det. Schwar­zen­eg­ger war noch der Body­buil­ding Star und im Kino noch nicht angekommen.

Der Zahn der Zeit hat an Ter­mi­na­tor 1 doch erheb­lich genagt und gera­de im Hin­blick auf die Visua­li­tät kann T1 nicht mehr so über­zeu­gen, wie er es damals tat. Auch die Hand­lung weist Län­gen auf und die Action ist nicht so vir­tu­os durch­kom­po­niert wie in den spä­te­ren Tei­len. Als der T 800 in Los Ange­les ankommt, bleibt der nack­te Schwar­zen­eg­ger der Start­se­quenz sicher­lich unvergessen.

Ab Ter­mi­na­tor 3 schwand dann aber auch das Inter­es­se am Fran­chise. Sowohl die zeit­ge­nös­si­sche als auch die aktu­el­le Kri­tik zu Rebel­li­on der Maschi­nen fällt eher mit­tel­mä­ßig aus. In der Rück­schau ist T3 aber trotz­dem noch einer der bes­se­ren Ter­mi­na­tor-Fil­me. Wäh­rend “Ter­mi­na­tor – Die Erlö­sung” bereits ver­ris­sen wur­de, avan­cier­te “Ter­mi­na­tor Geni­sys” zum abso­lu­ten Hass-Film der Fans. Der als “unnö­ti­ger Auf­guss” bezeich­ne­te Film war nicht nur ver­wir­rend, son­dern auch unlo­gisch und faul. Eini­ge Sze­nen wur­den ein­fach nur mit ver­meint­lich bes­se­rer Optik 1:1 nach­ge­dreht. Und apro­pos “gedreht”: Die Hand­lung dreh­te sich im Kreis und fand kei­nen logi­schen, roten Faden.

Rich­tig böse wur­de es dann aber 2019. Ter­mi­na­tor: Dark Fate gilt als einer der größ­ten Kino­flops der Film­ge­schich­te. Mit einem Bud­get von 200 Mio. Dol­lar (exklu­si­ve Mar­ke­ting und Ver­trieb) wur­de die Pro­duk­ti­on zum Geld-Grab und dürf­te damit auch gleich­zei­tig das Fran­chise unter die Erde gebracht haben.

Terminator 2 ist & bleibt Kult

Ter­mi­na­tor 2 Jud­ge­ment Day hin­ge­gen schaff­te den Spa­gat zwi­schen her­aus­ra­gen­der Action, die von den phä­no­me­na­len, nie dage­we­se­nen Effek­ten pro­fi­tier­te, und einer mit­rei­ßen­den Sto­ry. Die­se war einer­seits sim­pel genug, um ihr bei all dem Krach und den Explo­sio­nen zu fol­gen, hat­te aber trotz­dem aus­rei­chend Tief­gang und Inter­es­san­tes zu bie­ten, sodass man sie wür­di­gen konn­te. Das Ein­spiel­ergeb­nis von über einer hal­ben Mil­li­ar­de Dol­lar spricht dabei für sich. Mehr hat kein ande­rer Film der Rei­he je ein­neh­men können.

Gro­ße Mei­len­stei­ne der Kino-Geschich­te gehen auf die Adres­se der Ter­mi­na­tor-Rei­he, aber auch eini­ge Ent­täu­schun­gen und sogar Flops. Ter­mi­na­tor 2 bleibt aber ein abso­lu­tes High­light, das die spä­te­ren Fort­set­zun­gen nicht mehr errei­chen konn­ten. Das Auf­ein­an­der­tref­fen des T 800 mit sei­nem Nach­fol­ge­mo­dell T 1000 und die Geschich­te um den jun­gen, spä­te­ren Anfüh­rer des Wider­stan­des John Con­nor ist und bleibt Kult.

Weiterführende Infos

Ter­mi­na­tor (Ori­gi­nal­ti­tel: The Ter­mi­na­tor; abge­lei­tet vom eng­li­schen Verb to ter­mi­na­te ‚been­den‘) ist ein Sci­ence-Fic­tion-Film des Regis­seurs und Dreh­buch­au­tors James Came­ron aus dem Jahr 1984. Dar­in ver­kör­pert Arnold Schwar­zen­eg­ger einen Andro­iden (im Film als Cyborg bezeich­net), den Ter­mi­na­tor, aus der Zukunft, des­sen Auf­trag lau­tet, Sarah Con­nor in der Gegen­wart zu töten (zu „ter­mi­nie­ren“). Der uner­war­tet sehr erfolg­rei­che Autoren­film ist der ers­te aus einer Rei­he von bis­lang sechs Kino­fil­men sowie einer Fernsehserie. 

Der mit ver­hält­nis­mä­ßig beschei­de­nem Bud­get gedreh­te Film ent­wi­ckel­te sich zu einem der ein­fluss­reichs­ten Sci­ence-Fic­tion-Fil­me der 1980er Jah­re[2] und zu einem Kult­film. Trotz eines sehr gerin­gen Text­an­teils erhöh­te der Film die Popu­la­ri­tät des damals noch am Beginn sei­ner Schau­spie­ler­kar­rie­re ste­hen­den Schwar­zen­eg­ger nach­hal­tig. Sein Satz „I’ll be back“ („Ich kom­me wie­der“) wur­de vom Ame­ri­can Film Insti­tu­te in einer Lis­te der 100 berühm­tes­ten Film­zi­ta­te auf Platz 37 gewählt.[3]

In den Kinos der Ver­ei­nig­ten Staa­ten star­te­te der Film am 26. Okto­ber 1984, in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land hat­te er am 11. März 1985 sei­ne Premiere. 

Handlung

Die Zukunft – Hintergrundgeschichte (2029)

Im Jahr 2029 ist die Erde infol­ge eines Atom­krie­ges, der in einem nuklea­ren Holo­caust gip­fel­te, ver­wüs­tet und der Groß­teil der Mensch­heit aus­ge­löscht. Von Men­schen ent­wi­ckel­te intel­li­gen­te Maschi­nen­we­sen began­nen als Kriegs­ma­schi­nen den Krieg gegen ihre Schöp­fer, als sie in die­sen eine Bedro­hung für ihre eige­ne Exis­tenz ver­mu­te­ten. Den Über­le­ben­den des Krie­ges bleibt die Wahl, den Maschi­nen als Arbeits­skla­ven zu die­nen oder sich dem Wider­stand der Men­schen, der Resis­tance, anzu­schlie­ßen. Als der mensch­li­che Wider­stand unter Füh­rung von John Con­nor im Jahr 2029 kurz vor einem ent­schei­den­den Sieg über die zen­tra­le Maschi­nen­in­stanz Sky­net steht, schi­cken die Maschi­nen einen Ter­mi­na­tor in das Jahr 1984. Die­ser Andro­ide – eine Maschi­ne, umhüllt von leben­dem mensch­li­chem Gewe­be, um Men­schen unauf­fäl­lig zu infil­trie­ren – wird auf Sarah Con­nor ange­setzt, die Mut­ter von John Con­nor, um sie zu töten, bevor sie John gebä­ren kann, der in der Zukunft die Resis­tance der Men­schen gegen die Maschi­nen füh­ren wird. 

Die Resis­tance kann durch die Erobe­rung der Zeit­ma­schi­ne (die nur von leben­dem Gewe­be ohne Aus­rüs­tung benutzt wer­den kann) den Sol­da­ten Kyle Ree­se in die Ver­gan­gen­heit schi­cken, um Sarah zu beschüt­zen. Der Ter­mi­na­tor und Ree­se kom­men nach­ein­an­der an ver­schie­de­nen Orten im Los Ange­les des Jah­res 1984 an. Durch die Zer­stö­rung der Zeit­ma­schi­ne im Jahr 2029 sind bei­de auf sich allein gestellt und neh­men die Suche nach Sarah Con­nor auf. 

Die Gegenwart – Los Angeles (1984)

Der durch eine Zeit­ma­schi­ne nackt ins Jahr 1984 gereis­te Ter­mi­na­tor ver­schafft sich Klei­dung, ein Fahr­zeug und Waf­fen, indem er drei Punks angreift und einen Waf­fen­händ­ler tötet. Im Tele­fon­buch fin­det er drei Per­so­nen mit dem Namen Sarah Con­nor und beginnt, die­se sys­te­ma­tisch der Rei­he nach auf­zu­su­chen und zu töten. Auch Kyle Ree­se erreicht das Jahr 1984 nackt. Er begibt sich, nach­dem er in einem Beklei­dungs­ge­schäft Klei­dung gestoh­len und sich bei der anschlie­ßen­den Ver­fol­gungs­jagd einer Flin­te aus einem Poli­zei­wa­gen bemäch­tigt hat, auf die Suche nach Sarah. Ree­se kennt aber im Gegen­satz zum Ter­mi­na­tor ihr Aus­se­hen von einem Foto, das John Con­nor ihm in der Zukunft vor der Abrei­se gege­ben hat. 

Sarah Con­nor wohnt mit ihrer Freun­din Gin­ger in einer gemein­sa­men Woh­nung. Wäh­rend ihrer Arbeit erfährt sie aus dem Fern­se­hen von bereits zwei Mor­den an ihren Namens­schwes­tern und wähnt sich in Gefahr. Kyle Ree­se, der Sarah bereits gefun­den hat, folgt ihr und wird von ihr für den Mör­der gehal­ten. Sie flüch­tet in die Dis­ko­thek „Tech-Noir“ und ver­sucht, ihre Freun­din Gin­ger zu errei­chen. Inzwi­schen erreicht der Ter­mi­na­tor Sarahs Woh­nung und tötet die dort anwe­sen­de Gin­ger sowie ihren Freund Matt. Sarah hin­ter­lässt auf dem Anruf­be­ant­wor­ter eine Nach­richt mit der Anga­be ihres Auf­ent­halts­or­tes und der Bit­te, sie dort abzu­ho­len. Der Ter­mi­na­tor hört dies mit und macht sich auf den Weg. 

In der Dis­ko­thek kommt es zu einer Schie­ße­rei zwi­schen dem Ter­mi­na­tor und Kyle Ree­se. Der Ter­mi­na­tor kann durch die Waf­fen des Jah­res 1984 aber nur kurz­fris­tig außer Gefecht gesetzt wer­den. Sarah und Kyle ent­kom­men ihm nur knapp und nach einer Ver­fol­gungs­jagd wird Kyle von der Poli­zei ver­haf­tet. Wäh­rend des Ver­hörs auf der Poli­zei­sta­ti­on greift der Ter­mi­na­tor die­se an und rich­tet unter den Poli­zis­ten ein Mas­sa­ker an. Sarah und Kyle kön­nen aber­mals mit Mühe flie­hen und mie­ten sich in einem Motel ein. Der Ter­mi­na­tor zieht sich, ober­fläch­lich beschä­digt, zurück. Kyle Ree­se orga­ni­siert Zuta­ten, um Spreng­stoff her­zu­stel­len, und die bei­den kön­nen eine kur­ze Zeit aus­ru­hen. Der Ter­mi­na­tor hat sich inzwi­schen soweit repa­riert, dass er erneut ein­satz­fä­hig ist. Sarah ruft ihre Mut­ter an, jedoch hat der Ter­mi­na­tor dies vor­aus­ge­se­hen und Sarahs Mut­ter ermor­det. Am Tele­fon imi­tiert er ihre Stim­me und erfährt Sarahs Aufenthaltsort. 

Sarah und Kyle kom­men sich in den nächs­ten Stun­den im Motel näher und zeu­gen Sarahs Sohn John Con­nor. Dann trifft der Ter­mi­na­tor ein. Es kommt zu einer Ver­fol­gungs­jagd, bei der der Ter­mi­na­tor sei­ne Opfer zuerst mit einem Motor­rad und dann mit einem Last­kraft­wa­gen ver­folgt. Kyle gelingt es, den Tank­last­wa­gen mit einer selbst­ge­bau­ten Rohr­bom­be zur Explo­si­on zu brin­gen. Der Ter­mi­na­tor scheint zer­stört, doch sein Metall­ske­lett erhebt sich nur leicht beschä­digt aus den bren­nen­den Trüm­mern und ver­folgt Sarah und Kyle wei­ter, die in eine Fabrik flie­hen. Kyle kann den Ter­mi­na­tor durch eine wei­te­re Rohr­bom­be auf­hal­ten, fin­det dabei aber den Tod. Der Ter­mi­na­tor wird durch die Explo­si­on in zwei Tei­le zer­ris­sen; der noch intak­te Ober­kör­per ver­folgt Sarah wei­ter, bis es ihr schließ­lich gelingt, den Ter­mi­na­tor in einer hydrau­li­schen Pres­se fast voll­stän­dig zu zer­stö­ren. (In der Spe­cial Edi­ti­on wird erklärt, dass es sich bei der Fir­ma um Cyber­dy­ne Sys­tems han­delt, die spä­ter ein­mal das Com­pu­ter­pro­gramm Sky­net ent­wi­ckeln wird. Der Zwi­schen­fall wird ver­tuscht und der im Kopf des Ter­mi­na­tors gefun­de­ne Chip wird als Grund­la­ge für Sky­net dienen.) 

Eini­ge Mona­te spä­ter reist die inzwi­schen sicht­bar schwan­ge­re Sarah nach Mexi­ko, wo sie dem her­auf­kom­men­den Atom­krieg aus­wei­chen und ihren Sohn John groß­zie­hen will. Ein klei­ner Jun­ge macht ein Foto von ihr – eben jenes, wel­ches John Con­nor 45 Jah­re spä­ter in sei­nen Hän­den hal­ten wird. Der Film endet mit einem Gespräch zwi­schen einem mexi­ka­ni­schen Tank­wart und Sarah: 

„Sarah: Was hat er denn jetzt gesagt?
Tank­wart: Dass gro­ßer Sturm wer­den kom­men!
Sarah: Ich weiß!“ 

Dar­auf­hin fährt Sarah mit ihrem Jeep Rene­ga­de die Stra­ße ent­lang in ein auf­zie­hen­des Gewit­ter hinein. 

Hauptfiguren

Terminator

Der als Ter­mi­na­tor bezeich­ne­te Andro­ide wird von dem ehe­ma­li­gen Body­buil­der Arnold Schwar­zen­eg­ger dar­ge­stellt. Der Ter­mi­na­tor mate­ria­li­siert sich auf dem Park­platz des Grif­fith Obser­va­to­ry in Los Ange­les. Die nack­te und unge­wöhn­lich mus­ku­lö­se Gestalt erhebt sich lang­sam aus der Hocke. Ihr Gesicht strahlt Ent­schlos­sen­heit und Här­te aus. Sie schrei­tet bedäch­tig und blickt in die nächt­lich-fun­keln­de Stadt her­ab. Wort­karg und mit gro­ßer Bru­ta­li­tät beschafft sie sich bei her­um­lun­gern­den Punks Kleidung. 

Der Ter­mi­na­tor agiert im Gegen­satz zu vie­len ande­ren „Böse­wich­ten“ stets sehr ratio­nal und schnell. Er ver­schwen­det kei­ne Zeit mit unnö­ti­gen Dro­hun­gen oder Erklä­run­gen und nutzt sämt­li­che ihm zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­tel, um sein Ziel zu errei­chen. Mit­leid, Reue oder gar Angst sind ihm fremd. Sei­ne Über­le­gen­heit gegen­über den Men­schen ver­dich­tet sich vor allem in der schein­ba­ren Unzer­stör­bar­keit sei­nes Kör­pers: Schüs­se auf ihn fängt sein Metall­ske­lett ab. Nur all­mäh­lich nimmt sei­ne orga­ni­sche Außen­haut in den Gefech­ten Scha­den. Als der Ter­mi­na­tor durch ein bren­nen­des Hin­der­nis rennt, bren­nen sei­ne Haar­spit­zen und die Augen­brau­en ab. Dadurch tritt sein mas­ken­haf­tes Wesen deut­lich her­vor. Sein kör­per­li­cher Ein­satz scheint dar­un­ter kaum zu lei­den. Er springt, als Kyle Ree­se mit Sarah Con­nor flüch­tet, auf die Motor­hau­be des fah­ren­den Wagens, hält sich an der Karos­se­rie fest und durch­schlägt mit der Faust die Front­schei­be, um Sarah zu sich herauszuzerren. 

Erst nach einer für ihn ver­hee­ren­den Ver­fol­gungs­jagd, bei der er mit dem Auto gegen eine Mau­er rast, nimmt er so schwe­ren Scha­den, dass Tei­le sei­ner Außen­haut zer­stört wer­den. Er zieht sich in ein Hotel­zim­mer zurück, repa­riert sein beschä­dig­tes mecha­ni­sches Hand­ge­lenk und ent­fernt sein beschä­dig­tes orga­ni­sches Auge, unter dem sein rot leuch­ten­des elek­tro­me­cha­ni­sches Auge zum Vor­schein kommt. Um in der Öffent­lich­keit wei­ter­hin tätig sein zu kön­nen, ver­birgt er sein teil­wei­se ent­mensch­lich­tes Gesicht hin­ter einer schwar­zen Son­nen­bril­le. Selbst die Explo­si­on eines Tank­last­zu­ges ver­mag den Ter­mi­na­tor nicht auf­zu­hal­ten. Voll­stän­dig von sei­ner mensch­li­chen Haut befreit, kämpft der nur noch aus einem Metall­ske­lett bestehen­de Ter­mi­na­tor wei­ter. Selbst die Abtren­nung sei­ner Bei­ne durch Spreng­stoff hält ihn nicht auf. Er kann erst gestoppt wer­den, als Sarah mit einer Pres­se sei­ne Haupt­ein­heit im Kopf zerstört. 

Sarah Connor

Sarah Con­nor, dar­ge­stellt von Lin­da Hamil­ton, ist eine jun­ge Frau, deren durch­schnitt­lich gestress­tes Leben kaum erah­nen lässt, in wel­che Situa­ti­on sie hin­ein­ge­ra­ten wird. Trotz­dem offen­bart die intel­li­gen­te Frau rasch einen gewis­sen Scharf­sinn, als sie von der merk­wür­di­gen Mord­se­rie an Per­so­nen glei­chen Namens erfährt. Sie begibt sich in eine Dis­ko­thek und ent­schließt sich, die Poli­zei anzu­ru­fen. Die­se beru­higt sie, da sie sich an einem öffent­li­chen Ort in Sicher­heit befin­de, und will einen Strei­fen­wa­gen schi­cken. Sarah trifft den Ter­mi­na­tor in der Dis­ko­thek zum ers­ten Mal und kann kaum glau­ben, dass er weni­ge Sekun­den, nach­dem er von einer Waf­fe mehr­fach getrof­fen wor­den ist, auf­steht und von Neu­em die Ver­fol­gung auf­nimmt. Sie lässt sich anfangs nur sehr wider­wil­lig von Kyle Ree­se auf­klä­ren, folgt die­sem aber instink­tiv. Ihr Unver­ständ­nis weicht ver­hält­nis­mä­ßig schnell, und sie fin­det im Gegen­zug Ver­trau­en zu Ree­se, mit dem sie in immer grö­ßer wer­den­dem Ein­satz gegen die maschi­nel­le Bedro­hung kämpft. 

Sarah Con­nor gilt als Pro­to­typ des weib­li­chen Film­hel­den, der von die­sem Film an zuneh­mend auch mit star­kem kör­per­li­chem Ein­satz dar­ge­stellt wird. Eini­ge Jah­re zuvor ver­kör­per­te zwar Sigour­ney Wea­ver als Ellen Ripley in Ali­en eine ähn­lich kraft­strot­zend-ent­schlos­se­ne weib­li­che Rol­le, jedoch hat sich vor allem die Figur der Sarah Con­nor iko­nen­haft ins Bewusst­sein eingegraben. 

Kyle Reese

Kyle Ree­se ist ein Tech Ser­geant der Resis­tance und ein erfah­re­ner Kriegs­ve­te­ran. Ihm fällt die wich­ti­ge Rol­le zu, Sarah Con­nor, die er nur von einem alten Foto kennt, in der Ver­gan­gen­heit vor dem Ter­mi­na­tor zu beschüt­zen. Als er im Jahr 1984 ankommt und sie beschat­tet, nimmt sie ihn zunächst als kri­mi­nel­len Stal­ker wahr, erfährt aber im Lau­fe der Zeit sei­ne Beweg­grün­de, glaubt ihm schließ­lich und ver­liebt sich in ihn. Wie sich spä­ter zeigt, ist er auf­grund sei­ner Lie­bes­nacht mit Sarah schließ­lich der Vater von John, dem Anfüh­rer der Resistance. 

Hintergrund

Drehbuch

Came­ron hat­te laut eige­ner Aus­sa­ge wäh­rend der Pro­duk­ti­on von Piran­ha 2 – Flie­gen­de Kil­ler 1981 einen Traum über ein von Flam­men umhüll­tes Robo­ter-Ske­lett.[4] Gemein­sam mit sei­nen Freun­den Wil­liam Wis­her Jr. und Rand­all Fra­kes ent­wi­ckel­te er dar­aus den ers­ten Dreh­buch­ent­wurf.[4] Came­ron ver­kauf­te die­sen spä­ter für 1 Dol­lar an die Pro­du­zen­tin Gale Anne Hurd unter der Bedin­gung, dass er die Regie über­neh­men dür­fe. Came­ron und Hurd ver­fei­ner­ten das Dreh­buch wei­ter und erhiel­ten allei­ni­ge Wri­ting Credits.

Der Autor Har­lan Elli­son zog nach der Ver­öf­fent­li­chung von Ter­mi­na­tor gegen Came­ron vor Gericht, weil er in Ähn­lich­kei­ten zu sei­nen Dreh­bü­chern Sol­dier und Demon with a Glass Hand, die 1964 in der US-Fern­seh­se­rie The Outer Limits ver­filmt wor­den waren, Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen erblick­te. Spä­te­re Ver­öf­fent­li­chun­gen von Ter­mi­na­tor ent­hal­ten im Abspann einen Hin­weis auf Elli­sons Arbei­ten. Die Hand­lung des Films ähnelt auch der­je­ni­gen des B‑Movies Cyborg 2087 von Fran­k­lin Adre­on aus dem Jahr 1966. 

Laut Pro­du­zen­tin und Co-Dreh­buch­au­torin Gale Anne Hurd gab es für die Macher von Ter­mi­na­tor ursprüng­lich Vor­ga­ben bezüg­lich des Endes des Films. Danach soll­te Ter­mi­na­tor mit einer Umar­mung zwi­schen den Cha­rak­te­ren Kyle Ree­se und Sarah Con­nor abschlie­ßen. Hurd und Regis­seur Came­ron gelang es letzt­lich aller­dings, ihre Visi­on durch­zu­set­zen.[5]

Der durch den Film berühmt gewor­de­ne Satz „I’ll be back“ (dt. „Ich kom­me wie­der“) in Los Ange­les

Schwar­zen­eg­ger war bei der Erst­le­sung des Sat­zes I’ll be back im Dreh­buch unzu­frie­den, weil die­ser für ihn „nicht nach einer Maschi­ne klang“. Auf Nach­fra­ge des Dreh­buch­au­tors James Came­ron schlug Schwar­zen­eg­ger I will be back vor, wor­auf­hin Came­ron ant­wor­te­te: Look, I don’t cor­rect your acting, don’t cor­rect my wri­ting und schlug vor, dass Schwar­zen­eg­ger den Satz zehn­mal nach­ein­an­der auf­sa­gen sol­le und man dann beim Schnitt den bes­ten Take neh­men wer­de. Schwar­zen­eg­ger war im Nach­hin­ein sehr über­rascht, dass die­ser kur­ze Satz sol­che Berühmt­heit erlang­te.[6]

Dreharbeiten

Der mit ver­gleichs­wei­se nied­ri­gen Kos­ten von 6,4 Mil­lio­nen Dol­lar pro­du­zier­te Film wur­de zum bis dahin größ­ten Erfolg für Arnold Schwar­zen­eg­ger, der im gan­zen Film nur 17 Sät­ze mit ins­ge­samt ca. 70 Wör­tern spricht. Der ursprüng­lich auf Früh­jahr 1983 ange­setz­te Pro­duk­ti­ons­start soll­te in Toron­to statt­fin­den, ver­zö­ger­te sich aber wegen der Dreh­ar­bei­ten zu Con­an der Zer­stö­rer, so dass die Dreh­ar­bei­ten erst im März 1984 in Los Ange­les began­nen. Die meis­ten Film­sze­nen wur­den im Stadt­ge­biet von Los Ange­les und in des­sen Umland gedreht. Die Sze­nen des Show­downs in der Fabrik wur­den in City of Indus­try öst­lich der Stadt, die Schluss­sze­ne an der Tank­stel­le in Sun Val­ley wur­de nörd­lich von Los Ange­les gedreht. Die Dreh­ar­bei­ten dau­er­ten bis zum Mai 1984. 

Altersfreigaben und Schnittfassungen

Die Ori­gi­nal­ver­si­on des Films erhielt ursprüng­lich eine Alters­frei­ga­be ab 18 Jah­ren und wur­de am 31. Okto­ber 1985 von der Bun­des­prüf­stel­le für jugend­ge­fähr­den­de Medi­en indi­ziert; im August 2010 wur­de sie vom Index gestri­chen.[7] Sie wur­de danach von der Frei­wil­li­gen Selbst­kon­trol­le der Film­wirt­schaft (FSK) neu geprüft und erhielt am 27. Sep­tem­ber 2010 eine Alters­frei­ga­be ab 16 Jah­ren,[1] wodurch sie vor einer erneu­ten Indi­zie­rung geschützt ist. 

Auf­grund der Indi­zie­rung der Ori­gi­nal­ver­si­on durf­ten bis 2010 im deut­schen Free-TV stets nur geschnit­te­ne Ver­sio­nen gezeigt wer­den. Die­se Ver­sio­nen waren je nach Umfang der Kür­zun­gen ab 16 oder ab 18 Jah­ren frei­ge­ge­ben. Die Erst­aus­strah­lung im deut­schen Fern­se­hen erfolg­te am 19. April 1992 auf RTLplus. Die­se Fas­sung ent­sprach noch der dama­li­gen leicht gekürz­ten FSK-18-Video­fas­sung, alle wei­te­ren Aus­strah­lun­gen im deut­schen Fern­se­hen waren dann bis zur Neu­prü­fung stär­ker gekürzt.[8]

Die alte ab 16 Jah­ren frei­ge­ge­be­ne deut­sche DVD war gegen­über der Ori­gi­nal­ver­si­on um rund fünf Minu­ten gekürzt. 

Entfernte Szenen

Aus der spä­te­ren Film­fas­sung wur­den eini­ge Sze­nen ent­fernt, die Hin­wei­se auf die über das Fil­men­de hin­aus­ge­hen­de Hand­lung geben. Sarah Con­nor zieht bereits in die­sem Film die Zer­stö­rung der Fir­ma Cyber­dy­ne, die spä­ter Sky­net ent­wi­ckeln wird, in Betracht und dis­ku­tiert die­se Mög­lich­keit mit Kyle Ree­se. Die­ser beharrt jedoch dar­auf, dass sol­ches nicht sei­ne Mis­si­on sei, obwohl Sarah bereits die Adres­se der Fir­ma aus dem Tele­fon­buch recher­chiert hat. Sarah wird in Ter­mi­na­tor 2 – Tag der Abrech­nung bereits ver­sucht haben, ihren Plan in die Tat umzu­set­zen, und ihn wei­ter­ver­fol­gen. Eben­so wird in zwei Sze­nen dar­auf hin­ge­wie­sen, wie die Cyber­dy­ne Sys­tems Cor­po­ra­ti­on an das Wis­sen zur Ent­wick­lung von Sky­net gelangt. Beim Abtrans­port der ver­letz­ten Sarah ist der Schrift­zug Cyber­dy­ne auf dem Fir­men­lo­go des Fabrik­ge­bäu­des zu lesen, in dem in einer wei­te­ren Sze­ne zwei Mit­ar­bei­ter einen Com­pu­ter­chip aus der Haupt­ein­heit des Ter­mi­na­tors entdecken. 

Fortsetzungen

1991 und 2003 folg­ten zwei Fort­set­zun­gen, die mit erheb­lich höhe­rem Auf­wand gedreht wur­den: Ter­mi­na­tor 2 – Tag der Abrech­nung (Kos­ten ca. 100 Mio. US-Dol­lar), eben­falls von James Came­ron gedreht, und Ter­mi­na­tor 3 – Rebel­li­on der Maschi­nen (Kos­ten ca. 170 Mio. US-Dol­lar), in dem Jona­than Mos­tow Regie führ­te. Der von Schwar­zen­eg­ger gespiel­te Ter­mi­na­tor wird in den bei­den Fort­set­zun­gen zum Beschüt­zer. In Ter­mi­na­tor 2 obliegt ihm der Schutz John Con­nors. In Ter­mi­na­tor 3 gilt die­ser Schutz pri­mär Kate Brews­ter und erst sekun­där John Con­nor. Dabei muss er sich mit immer fort­schritt­li­che­ren Ter­mi­na­tor-Model­len (T‑1000 und T‑X) auseinandersetzen. 

2008 und 2009 lief im US-ame­ri­ka­ni­schen Fern­se­hen die Serie The Sarah Con­nor Chro­ni­cles, die die Geschich­te von Sarah und John Con­nor nach Ter­mi­na­tor 2 – Tag der Abrech­nung in einer ande­ren Zeit­li­nie erzählt, in wel­cher John Con­nor einen wei­te­ren Ter­mi­na­tor durch die Zeit zurück­schickt, um sei­ne Mut­ter vor dem Tod in Ter­mi­na­tor 3 – Rebel­li­on der Maschi­nen zu bewah­ren. Eben­falls kam 2009 mit Ter­mi­na­tor: Die Erlö­sung der vier­te Kino­film, zu dem im sel­ben Jahr die com­pu­ter­ani­mier­te, sechs­tei­li­ge Spin-off-Web­se­rie Ter­mi­na­tor Sal­va­ti­on: The Machi­ni­ma Seri­es folg­te. 2015 erschien der Kino­film Ter­mi­na­tor: Geni­sys.

Ende Okto­ber 2019 kam ein sechs­ter Teil der Ter­mi­na­tor-Rei­he in die Kinos.[9] Die­ser sechs­te Film fun­giert als Fort­set­zung des zwei­ten Teils Ter­mi­na­tor 2 – Tag der Abrech­nung. Ter­mi­na­tor 3 – Rebel­li­on der Maschi­nen, Ter­mi­na­tor: Die Erlö­sung und Ter­mi­na­tor: Geni­sys wer­den somit ignoriert. 

Jahr Titel Bemer­kung
1984 1 Ter­mi­na­tor Kino­film
1991 2 Ter­mi­na­tor 2 – Tag der Abrechnung Kino­film
2003 3 Ter­mi­na­tor 3 – Rebel­li­on der Maschinen Kino­film
2008 Ter­mi­na­tor: The Sarah Con­nor Chronicles Fern­seh­se­rie
2009 4 Ter­mi­na­tor: Die Erlösung Kino­film
2009 Ter­mi­na­tor Sal­va­ti­on: The Machi­ni­ma Series Com­pu­ter­ani­mier­te Webserie 
2015 5 Ter­mi­na­tor: Genisys Kino­film
2019 6 Ter­mi­na­tor: Dark Fate Kino­film

Kritiken

Der Film erhielt über­wie­gend posi­ti­ve Kri­ti­ken. Das Film­kri­tik-Por­tal Rot­ten Tomatoes gibt für den Film 100 % posi­ti­ve bei 63 aus­ge­wer­te­ten Rezen­sio­nen an und er hat einen Metascore von 85 von 100 bei Met­acri­tic.[10][11]

„Ein ori­gi­nel­ler, hand­werk­lich ver­siert kon­stru­ier­ter und beklem­mend inten­si­ver Action­film mit mar­tia­li­schem Grund­ton, der frei­lich all­zu kom­pro­miß­los Gewalt zelebriert.“ 

„Ein Mei­len­stein des Action-Genres.“ 

„Vor allem struk­tu­rell ist ‚Ter­mi­na­tor‘ ein Action­film wie kaum ein ande­rer, indem er das Gen­re auf sei­ne Essenz redu­ziert. Was nicht hei­ßen soll: nur Prü­ge­lei­en, Schie­ße­rei­en oder Auto­jag­den. Son­dern: Die­ser Film ist wie der Ter­mi­na­tor selbst, er walzt unauf­halt­sam vor­an. Die nöti­gen Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen wer­den zwi­schen­durch gelie­fert, ger­ne auch mal inmit­ten einer Ver­fol­gungs­jagd, wie im Tief­ga­ra­gen­du­ell. Das Ergeb­nis ist ein Action­film, der sowohl eine fas­zi­nie­ren­de Geschich­te erzählt als auch mäch­tig aufs Gas­pe­dal drückt.“ 

Simon Staa­ke: filmszene.de[14]

„Ein über­aus fins­te­res Sci­ence­fic­tion-Werk vom Meis­ter des Gen­res. Mit einem ide­al besetz­ten Haupt­dar­stel­ler, jeder Men­ge Action und eini­gem Tief­gang unter der rei­ße­ri­schen Ober­flä­che schuf James Came­ron (‚Tita­nic‘) einen packen­den Film, der nicht nur neue Maß­stä­be setz­te, son­dern auch das vor­weg­nahm, was spä­ter in der Sci­ence­fic­tion-Lite­ra­tur als ‚Cyber­punk‘ bekannt wurde.“ 

Auszeichnungen

Saturn-Award-Ver­lei­hung 1985
Natio­nal Film Pre­ser­va­ti­on Board
  • 2008 Auf­nah­me ins Natio­nal Film Registry

Sonstiges

Die hier zu fin­den­den Aus­sa­gen soll­ten mit repu­ta­blen Bele­gen ver­se­hen und an pas­sen­den Stel­len des Arti­kels unter­ge­bracht wer­den (sie­he auch die Aus­füh­run­gen in den For­mat­vor­la­gen Film und Fern­seh­sen­dung, frü­he­re Dis­kus­sio­nen zu dem The­ma und die Emp­feh­lun­gen zum Auf­bau eines Arti­kels und zur Zurück­hal­tung bei Lis­ten).
  • Die grund­sätz­li­che The­ma­tik des Films wird in der Lite­ra­tur als Groß­va­ter­pa­ra­do­xon bezeichnet.
  • Die Kurz­ge­schich­te Second Varie­ty von Phil­ip K. Dick beschreibt eine Welt, in der sich Kampf­ma­schi­nen auf ähn­li­che Wei­se vom Men­schen unge­wünscht ent­wi­ckeln und schließ­lich zu mör­de­ri­schen Andro­iden wer­den. Sie wur­de 2018 als Epi­so­de der Antho­lo­gie-Serie Phil­ip K. Dick’s Electric Dreams erst­mals verfilmt.
  • Ursprüng­lich war Lan­ce Hen­rik­sen für die Rol­le des Ter­mi­na­tors vor­ge­se­hen, und Arnold Schwar­zen­eg­ger soll­te Kyle Ree­se dar­stel­len. Als Schwar­zen­eg­ger und Came­ron über­ein­ka­men, dass Schwar­zen­eg­ger den bes­se­ren Ter­mi­na­tor geben wür­de, bekam Hen­rik­sen die Neben­rol­le als Detec­ti­ve Vuko­vich. Wei­te­re Kan­di­da­ten für die Titel­rol­le waren O. J. Simp­son und Jür­gen Proch­now. Laut Cine­ma war auch der Magnum-Dar­stel­ler Tom Sel­leck als Kampf­ma­schi­ne aus der Zukunft vor­ge­se­hen.[16]
  • Der Sound­track zum Film erschien im Mai 1994 unter dem Titel The Ter­mi­na­tor (The Defi­ni­te Edi­ti­on) und stammt von Brad Fie­del. Des­sen bei Sound­track-Fans sehr bekann­tes Ter­mi­na­tor-The­ma wur­de im vier­ten Teil der Rei­he durch den Kom­po­nis­ten Dan­ny Elf­man wie­der auf­ge­grif­fen und neu orches­triert, so dass es epi­scher klingt. Teil­wei­se wird es aber auch als Gitar­ren­so­lo gespielt. Drei von Tané McClu­re gesun­ge­ne Lie­der (You Can’t Do That, Bur­nin’ in the Third Degree und Pho­to­play) stam­men von der Band Tah­nee Cain & Tryanglz.
  • Der Ter­mi­na­tor wird im Film von Ree­se als Cyborg bezeich­net. Streng genom­men ist das nicht kor­rekt. Ein Cyborg ist eine Lebens­form, wel­che mit tech­ni­schen Mit­teln erwei­tert wur­de. Der Ter­mi­na­tor ist ein Andro­ide. Er bezeich­net sich selbst im zwei­ten Film kor­rekt als kyber­ne­ti­schen Orga­nis­mus, bestehend aus mensch­li­chem Gewe­be über einem metal­li­schen Endo­ske­lett. Erst im vier­ten Teil der Film­rei­he wird mit der Per­son des Mar­cus Wright ein wirk­li­cher Cyborg dargestellt.
  • 1990 erschien mit Ter­mi­na­tor II eine ver­meint­li­che, nicht auto­ri­sier­te Fort­set­zung des Regis­seurs Bru­no Mat­tei. Der Film wur­de auf­grund von Lizenz­pro­ble­men in den USA unter dem Titel „Sho­cking Dark“ ver­öf­fent­licht. In Deutsch­land erschien er unter dem Titel Con­ta­mi­na­tor.[17] Die Sto­ry von Con­ta­mi­na­tor ist aber eher ein Pla­gi­at von Came­rons Ali­ens – Die Rück­kehr, in das Ele­men­te aus Ter­mi­na­tor ein­ge­fügt wur­den.[18]
  • Der Film wird häu­fig par­odiert, so auch in der Trick­se­rie Die Simp­sons[19] und in Otto – Der neue Film.

Synchronisation

Die Syn­chron­ar­bei­ten über­nahm die Her­mes Syn­chron nach einem Dia­log­buch und der Dia­log­re­gie von Ronald Nit­sch­ke, der auch eine Sprech­rol­le im Film hat.[20]

Rol­le Schau­spie­ler Syn­chron­spre­cher
Ter­mi­na­tor T‑800 Arnold Schwar­zen­eg­ger Tho­mas Danneberg
Sarah Con­nor Lin­da Hamilton Jose­li­ne Gassen
Kyle Ree­se Micha­el Biehn Ulrich Gres­sie­ker
Lieu­ten­ant Ed Traxler  Paul Win­field Hel­mut Krauss
Detec­ti­ve Vukovich  Lan­ce Henriksen Engel­bert von Nordhausen
Gin­ger Ventura  Bess Mot­ta Trau­del Haas
Dr. Peter Silberman  Earl Boen Fried­rich W. Bauschulte
Matt Buchanan Rick Ross­ovich Ronald Nit­sch­ke
Waf­fen­ver­käu­fer Dick Mil­ler Hans Nit­sch­ke
Punk #1 Bill Paxt­on Nico­las Böll
Punk #2 Bri­an Thompson Tobi­as Meister
Nan­cy Shawn Schepps Bet­ti­na Spier

Literatur

  • Rand­all Fra­kes, Bill Wis­her: The Ter­mi­na­tor. A Novel. Spec­tra, 1985, ISBN 0–553-25317–4.
  • Ulrich Bähr: Der Deter­mi­na­tor. Non­ne und Auf­klä­re­rin, Maschi­ne und Mensch, B‑Movie und Block­bus­ter – Die Ver­wand­lun­gen eines Film­stoffs. In: Eck­hard Pabst (Hrsg.): Mythen – Müt­ter – Maschi­nen. Das Uni­ver­sum des James Came­ron. Ver­lag Lud­wig, Kiel 2005, ISBN 3–933598-71–0, S. 44–70.
  • Tho­mas Bohr­mann: Ethik – Wer­bung – Medi­en­ge­walt. Wer­bung im Umfeld von Gewalt im Fern­se­hen. Eine sozi­al­ethi­sche Pro­gram­ma­tik. Rein­hard Fischer, Mün­chen 1997, ISBN 3–88927-211–8. S. 136–153 (Ter­mi­na­tor Film­ana­ly­se), S. 265–266 (Ter­mi­na­tor Inhalts­an­ga­be), S. 266–270 (Ter­mi­na­tor Sequenzprotokoll).
  • Karl-Heinz Borns: Ter­mi­na­tor. In: Theo Pieg­ler (Hrsg.): „Ich sehe was, was du nicht siehst“ – Psy­cho­ana­ly­ti­sche Filmin­ter­pre­ta­tio­nen. Psy­cho­so­zi­al-Ver­lag, Gie­ßen 2010, ISBN 978–3‑8379–2034‑5. S. 81–92
  • Richard Brown, Kevin S. Decker (Hrsg.): Ter­mi­na­tor and Phi­lo­so­phy. I’ll be back, the­re­fo­re I am. John Wiley & Sons, New Jer­sey 2009
  • Sean French: The Ter­mi­na­tor. BFI Publi­shing 1996, ISBN 978–0‑85170–553‑8.
  • Theo Ligt­hart: Ter­mi­na­tor…: über das Ende als Anfang. Pas­sa­gen Ver­lag, Wien 2003, ISBN 3–85165-607–5.
  • Eck­hard Pabst: Die bes­te aller mög­li­chen Wel­ten. James Came­rons „The Ter­mi­na­tor“ und „Ter­mi­na­tor 2: Judgment Day“. In: Ingo Irsig­ler, Ger­rit Lem­ke, Wil­lem Strank (Hrsg.): Action! Klas­si­ker des popu­lä­ren Kinos. Bertz+Fischer, Ber­lin 2014, S. 60–79

Weblinks

Com­mons: The Ter­mi­na­tor – Samm­lung von Bil­dern, Vide­os und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Frei­ga­be­be­schei­ni­gung für Ter­mi­na­tor. Frei­wil­li­ge Selbst­kon­trol­le der Film­wirt­schaft, Sep­tem­ber 2010 (PDF; Prüf­nummer: 55 315 V).
  2. French: The Ter­mi­na­tor. Sei­te 76
  3. AFI’s 100 Years…100 Movie Quo­tes Ame­ri­can Film Insti­tu­te, 2005, abge­ru­fen am 5. August 2021
  4. a b Dana Goo­dye­ar: Man of Extre­mes: The Return of James Came­ron. In: The New Yor­ker. 26. Okto­ber 2009, abge­ru­fen am 4. August 2021.
  5. Kom­plett umge­krem­pelt: So harm­los soll­te Ter­mi­na­tor eigent­lich enden. In: Movie­pi­lot.de. 23. Okto­ber 2018, abge­ru­fen am 24. Okto­ber 2018.
  6. Arnold Schwar­zen­eg­ger Breaks Down His Most Ico­nic Cha­rac­ters | GQ. min. 9:00. In: You­Tube. Abge­ru­fen am 28. August 2021 (eng­lisch).
  7. Ter­mi­na­tor wird vom Index gestri­chen. (Nicht mehr online ver­füg­bar.) In: schnittberichte.com. 30. August 2010, archi­viert vom Ori­gi­nal am 30. August 2010; abge­ru­fen am 30. August 2010.
  8. Ter­mi­na­tor Fas­sungs­an­sicht in der Online-Film­da­ten­bank, abge­ru­fen am 5. August 2021
  9. Arnie aus Spi­tal ent­las­sen: „Ter­mi­na­tor“ auf 2019 ver­scho­ben. In: Kurier. Abge­ru­fen am 13. April 2018.
  10. Ter­mi­na­tor bei Rot­ten Tomatoes (eng­lisch)
  11. Ter­mi­na­tor bei Met­acri­tic (eng­lisch)
  12. Ter­mi­na­tor. In: Lexi­kon des inter­na­tio­na­len Films. Film­dienst, abge­ru­fen am 8. Dezem­ber 2009.
  13. Ter­mi­na­tor. In: cine­ma. Abge­ru­fen am 3. Novem­ber 2009.
  14. Simon Staa­ke: Ter­mi­na­tor & Ter­mi­na­tor 2: Tag der Abrech­nung. In: www.filmszene.de. Abge­ru­fen am 3. Novem­ber 2009.
  15. Der Ter­mi­na­tor. In: pris­ma. Abge­ru­fen am 30. März 2021.
  16. Cine­ma: Hin­ter­grund­ar­ti­kel Voll von der Rol­le: Hol­ly­woods Beset­zungs­ka­rus­sel. Aus­ga­be 02/11, S. 80.
  17. Infor­ma­tio­nen zu inter­na­tio­na­len Titeln der nicht auto­ri­sier­ten Fort­set­zung auf imdb.com
  18. TRASH TUBE: Con­ta­mi­na­tor // Die Mord­ma­schi­ne aus der Zukunft // Ter­mi­na­tor 2 // Ali­ens Rip­off. 8. Okto­ber 2014, abge­ru­fen am 4. Janu­ar 2017.
  19. Ter­mi­na­tor. simpsonspedia.net, 6. Juli 2021, abge­ru­fen am 6. Juli 2021 (Über­sicht aller Anspie­lun­gen in der Serie Die Simp­sons).
  20. Ter­mi­na­tor. In: synchronkartei.de. Deut­sche Syn­chron­kar­tei, abge­ru­fen am 13. Juli 2015.
Von |2022-05-22T17:18:54+02:003. Januar 2022|Kategorien: Entertainment Business|
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