Figur Terminator Genisys-T-800

Eine schnel­le Umfra­ge in der Redak­ti­on beweist: Alle erin­nern sich an den Kino­be­such, um zum ers­ten Mal Ter­mi­na­tor 2 in vol­ler Län­ge zu sehen. Arnold Schwar­zen­eg­ger als T 800, der jun­ge John Con­nor und eine ver­blüf­fend ver­wan­del­te Sarah Con­nor erzäh­len eine Geschich­te wei­ter, die ihrer­seits Kino­ge­schich­te geschrie­ben hat.

“Ich kom­me wie­der”, hat­te der Ter­mi­na­tor im ers­ten Teil der Film­rei­he so berühmt ver­spro­chen. Nun war er wie­der da und Ter­mi­na­tor 2 Jug­mend Day oder der Tag der Abrech­nung soll­te zum Mei­len­stein der Film­ge­schich­te werden.

Aber war­um genau? Was macht die Ter­mi­na­tor Film­rei­he und ganz spe­zi­ell Ter­mi­na­tor 2 zur bemer­kens­wer­ten Zäsur der Kino­ge­schich­te und vor allem der Film­tech­nik? Beson­ders in die­sem Aspekt gilt Ter­mi­na­tor 2 für man­che schlicht­weg als “the Film”. Ter­mi­na­tor 2 war auch der ers­te Film, des­sen Pro­duk­ti­ons­kos­ten die 100 Mil­lio­nen-Dol­lar Gren­ze gesprengt haben. Der ers­te Ter­mi­na­tor war noch ein Film mit schma­lem Bud­get: die ver­gleichs­wei­se lächer­li­chen 6,4 Mil­lio­nen hät­ten nicht mal annä­hernd für die Gagen des zwei­ten Films gereicht.

Logo Terminator 2 | Tag der Abrechnung

In unse­rem Arti­kel gehen wir der Fra­ge nach und schau­en, war­um Ter­mi­na­tor 2 her­aus­ragt, wie die Kri­ti­ken sei­ner­zeit aus­fie­len und was die Beson­der­hei­ten des Films sind. Viel Spaß beim Lesen, denn der “judgment day” kommt sicher­lich und hof­fent­lich nicht ganz so schnell und in die­sem Sin­ne: “has­ta la vis­ta baby”.

Kein Science-Fiction-Film wie jeder andere

Das Tol­le beim Film und ins­be­son­de­re auch bei Sci-Fi ‑Action Fil­men ist, dass ihre Pro­duk­ti­on natür­lich immer eine inter­es­san­te Vor­ge­schich­te hat. Was hat z.B. Ter­mi­na­tor 2 mit dem etwas weni­ger bekann­ten Sci-Fi-Action Kult-Film “The Abyss” zu tun?

Ers­te und ein­fachs­te Ant­wort: James Came­ron ist schon mal der Regis­seur bei­der Fil­me und auch bei­de Dreh­bü­cher gin­gen, zumin­dest antei­lig, auf Came­rons Kon­to. Zudem haben bei­de Fil­me den Oscar für die bes­ten visu­el­len Effek­te gewon­nen, womit wir auch schon beim rich­ti­gen The­ma wären.

Schon der Trai­ler von The Abyss sorg­te für Auf­se­hen und war trotz­dem nur ein klei­ner Vor­ge­schmack auf den Ter­mi­na­tor 2 Trai­ler, der ein­schlug wie eine Bom­be. Die Aus­schnit­te und Bil­der des Films, die das Publi­kum zu sehen bekam, waren so ver­blüf­fend neu und anders als alles Bis­he­ri­ge, dass von allen Sei­ten ein Stau­nen zu ver­neh­men war. Die Spe­zi­al­ef­fek­te bei­der Fil­me betra­ten Neu­land und leg­ten den Grund­stein für vie­le erstaun­li­che Sci-Fi Fil­me der letz­ten Jahrzehnte.

Flüssigkeiten in 3D

“The Abyss” – wie der Film “Abyss – Abgrund des Todes” im eng­li­schen Ori­gi­nal­ti­tel heißt – nutz­te zum ers­ten Mal eine Tech­no­lo­gie, die Was­ser so rea­lis­tisch wie noch nie dar­stel­len konn­te. Wer sich nicht mehr erin­nert: Im Film begeg­nen die Prot­ago­nis­ten einer Ali­en-Spe­zi­es, die sich auf dem Mee­res­grund in Form einer bieg­sa­men, frei beweg­li­chen Was­ser­säu­le zeigt. Selbst heu­te ist der Shot, in dem das Wesen das ers­te Mal zu sehen war, ein Augen­schmaus. Das war in die­ser rea­lis­ti­schen Dar­stel­lungs­wei­se eine Pre­mie­re und ein film­tech­ni­scher Mei­len­stein. Noch nie zuvor – und ehr­lich gesagt auch nicht vie­le Jah­re danach – hat man so eine opu­len­te Optik in einer der­art rea­li­täts­na­hen Ver­si­on gese­hen, geschwei­ge denn für mög­lich gehalten.

Hemd T-1000 mit Einschusslöchern im London Film Museum

Das Hemd des T‑1000 mit Ein­schuss­lö­chern im Lon­don Film Museum

Doch, war­um das gan­ze Gere­de über das Was­ser in The Abyss in einem Por­trät über Ter­mi­na­tor 2? Was hat die Dar­stel­lung von ani­mier­tem Was­ser mit Ter­mi­na­tor 2 zu tun? Die Ant­wort ist ganz ein­fach: Der neue T‑1000 ist einer der zen­tra­len Prot­ago­nis­ten in Ter­mi­na­tor 2 und gleich­zei­tig die Ver­bin­dung zwi­schen den bei­den Kino-Movies.

Alle, die Ter­mi­na­tor 2 gese­hen hat, erin­nert sich an die iko­ni­sche Sze­ne, in der der T‑1000 sei­ne Form ver­än­dert und zu einer Flüs­sig­keit wird. Die dahin­ter­lie­gen­de Tech­no­lo­gie wur­de von ILM (jene Effek­te-Fir­ma, die unter ande­rem für die Kate­go­rie Effek­te in Star Wars und India­na Jones ver­ant­wort­lich zeich­ne­te) in Zusam­men­ar­beit mit Pixar (den Toy-Sto­ry-Machern) ent­wi­ckelt und hat dem Ver­neh­men nach nicht nur unzäh­li­ge graue Haa­re, son­dern auch Trä­nen, Blut und Schweiß bei allen Betei­lig­ten gefordert.

James Came­rons Vor­stel­lung, Was­ser rea­lis­tisch in vol­lem 3D als Ren­der­gra­fik dar­zu­stel­len, schien zur dama­li­gen Zeit absurd. Kein Com­pu­ter der Welt besaß so viel Leis­tung, dass er der­ar­ti­ge Rechen­pro­zes­se durch­füh­ren konn­te und jeder, der von dem Pro­jekt hör­te, schüt­tel­te nur lächelnd den Kopf über das Vorhaben.

Wie sehr sich die Zweif­ler doch irren soll­ten. Came­ron und sein Team haben nach den Ster­nen gegrif­fen und dabei min­des­tens die höchs­ten Baum­kro­nen, wenn nicht gar den Mond erreicht. Selbst heu­ti­ge Effek­te-Spe­zia­lis­ten, wie etwa die You­Tuber vom Kanal Cor­ri­dor sagen: Eigent­lich waren sol­che Effek­te damals noch nicht mög­lich. Es ist unbe­greif­lich, wie die Macher SO ETWAS auf die Lein­wand brin­gen konn­ten. Aber sie taten es. Und dank 3d Kon­ver­tie­rung und Spe­cial Edi­ti­on kön­nen wir das Ergeb­nis in höchs­ter Qua­li­tät so oft wir wol­len im Heim­ki­no genie­ßen. The Abyss & Ter­mi­na­tor 2 – Tag der Abrech­nung sind in die­ser Hin­sicht sicher­lich die Erfin­dung des Buch­drucks in der Kinowelt.

Terminator-2-Tag-der-Abrechnung-Plakat

Zeitlose Effekte, die nicht altern

Schaut man sich heu­te den ers­ten Aven­gers Film von 2012 oder – noch schlim­mer – den Trans­for­mers Film von 2007 an, kommt unwei­ger­lich der Gedan­ke auf: “Nanu, das sah im Kino aber schon bes­ser aus. Was ist denn mit den Effek­ten pas­siert?” Die Ant­wort ist so ein­fach wie scho­ckie­rend: Sie sind veraltet.

Nicht, dass bei­de nun zu schlech­ten Fil­men gewor­den wären. So ist es nicht. Doch wegen ihrer Optik lohnt sich ein Re-Watch nicht unbe­dingt, denn inzwi­schen sind wir als Zuschau­er ande­res gewohnt. Selbst die Trai­ler kön­nen da nicht mehr mit­hal­ten und fal­len durch.

Beson­ders auf­fäl­lig ist das, wenn es um das visu­el­le Gefühl von Gewicht bzw. Mas­se geht. Wenn sich Opti­mus Prime oder der Hulk im Kampf über den Bild­schirm bewe­gen, hat man heut­zu­ta­ge nicht mehr das Gefühl, als wären die rie­si­gen, wuch­ti­gen Erschei­nun­gen. Viel­mehr glaubt man, dass sich hier gro­ße Luft­bal­lons einen Kampf lie­fern. Damals (und mit “damals” sind deut­lich weni­ger als 20 Jah­re vor unse­rer heu­ti­gen Zeit gemeint) konn­ten die­se Effek­te beein­dru­cken und haben Mil­lio­nen Men­schen in die Kinos gelockt. Heu­te kann man nur noch dar­über lächeln, dass man sich zu jener Zeit von die­sen Bil­dern vom Hocker hau­en ließ. Auch High­tech-Seri­en jener Jah­re haben heu­te etwas Humo­ris­ti­sches und sind unge­wollt lustig.

Ter­mi­na­tor 2 ist da ein ganz ande­res Kali­ber. The Ter­mi­na­tor 2 Judgment Day, ein Film, der gedreht wur­de, als Sega-Mega-Dri­ve die bes­te Spie­le­kon­so­le auf dem Markt war, beein­druckt uns auch heu­te noch. Wenn das Gesicht von Robert Patrick flüs­sig bzw. schein­bar zu Was­ser wird, im Hin­ter­grund der stäh­ler­ne Sound­track ertönt und die Kame­ra die Action der Bewe­gun­gen per­fekt trans­por­tiert, dann bekom­men Zuschau­er auch heu­te noch eine Gänsehaut.

Aber war­um sieht ein 30 Jah­re alter Effekt (wohl­ge­merkt zu einer Zeit als CGI noch in den Kin­der­schu­hen steck­te) bes­ser aus als ein ver­gleich­ba­rer Shot in einem nur 10 Jah­re alten Mar­vel Super­hel­den Film? Die Ant­wort ist wie­der sim­pel: Auch CGI funk­tio­niert häu­fig nur in Kom­bi­na­ti­on mit … na ja, nen­nen wir es mal Krea­ti­vi­tät. Ohne guter Ideen in der Gestal­tung der “Screens” kommt die Abrech­nung erwie­se­ner­ma­ßen spä­tes­tens auf der Leinwand.

Das bes­te Bei­spiel für die über­bor­den­de Krea­ti­vi­tät Came­rons und der Effek­te-Stu­di­os ist eine Sze­ne, die es in der fina­len Kino­fas­sung gar nicht zu sehen gab. Die Rede ist von der berühm­ten Zwil­lings­sze­ne in Ter­mi­na­tor 2. Was hat es damit auf sich?

Cover Terminator-2-Tag-der-Abrechnung

Gute Vorbereitung ist alles: Der Zwillingseffekt

Die­se, in der ori­gi­na­len Kino-Ver­si­on nicht ver­wen­de­te Sze­ne ist so beein­dru­ckend, dass sie in unse­rem Por­trät eine eige­ne Über­schrift ver­dient. In der 156-minü­ti­gen Ulti­ma­te Edi­ti­on sowie im 153-minü­ti­gen Director’s Cut gibt es eine Stel­le, in der Sarah Con­nor an den Pla­ti­nen im Kopf des T 800 schraubt. Als Zuschau­er sehen wir dabei den sit­zen­den Arnold Schwar­zen­eg­ger sowohl von hin­ten als auch über einen Spie­gel von vorn. Neben ihm steht Lin­da Hamil­ton und schraubt an sei­nem Kopf.

Wer die Sze­ne sieht, fragt sich unwei­ger­lich: “Wie haben die das gemacht?” Kur­ze Ant­wort: akri­bisch gute Vor­be­rei­tung. Lan­ge Ant­wort: Der Schwar­zen­eg­ger ali­as T 800, den wir von hin­ten sehen, ist nur eine Pup­pe und der Ter­mi­na­tor im Spie­gel, ist der Ech­te. Doch was ist mit Sarah Con­nor in die­ser Sze­ne? Nun, an die­ser Stel­le sei gesagt, dass Lin­da Hamil­ton im ech­ten Leben eine Zwil­lings­schwes­ter namens Les­lie Hamil­ton hat, die ihr zum Ver­wech­seln ähn­lich­sieht. Und genau die hat James Came­ron für den Shot gecastet.

Bei der Sarah Con­nor an unse­rem Pup­pen-Ter­mi­na­tor han­delt es sich um die ech­te Lin­da und bei der Ver­si­on im Spie­gel um ihre Schwes­ter. In Wirk­lich­keit gab es also gar kei­nen Spie­gel, son­dern wir sehen drei Men­schen und eine Ter­mi­na­tor-Pup­pe, die sich gegenübersitzen.

Damit die Sze­ne funk­tio­niert, haben alle Betei­lig­ten jede Bewe­gung bis ins kleins­te Detail geübt und alles voll­stän­dig syn­chron aus­ge­führt. Im fer­ti­gen Film sieht es dann so aus als wür­de Sarah am T 800 schrau­ben, wäh­rend sich bei­de im Spie­gel betrach­ten – und das alles ohne Schnitt. Ein­fach genial!

Wer nicht weiß, wie die Sze­ne ent­stan­den ist, traut sei­nen Augen nicht, weil alles so echt und rea­lis­tisch aus­sieht. Beim bes­ten Wil­len ist nicht zu erken­nen, wor­in der Effekt besteht. Sind die Details jedoch bekannt, sind wir beim Zuschau­en glei­cher­ma­ßen über­rascht wie beeindruckt.

Wohl gemerkt: Es han­delt sich hier­bei um eine Sze­ne, die noch nicht ein­mal im fer­ti­gen Film ver­wen­det wur­de und trotz­dem sind ein gigan­ti­scher Auf­wand und eine unfass­ba­re Krea­ti­vi­tät in die Sequenz geflos­sen. Das zeigt, wie durch­dacht und peni­bel geplant Ter­mi­na­tor 2 rea­li­siert wur­de, und wie der gan­ze Film mit sei­nen unglaub­li­chen Effek­ten zustan­de kom­men konn­te. Ter­mi­na­tor 2 ist vor allem auch das Ergeb­nis von viel guter Arbeit mit einem deut­li­chen Hang zum Perfektionismus.

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James Cameron über Terminator 2 Judgment Day

Ter­mi­na­tor 2 – Judgment Day oder Ter­mi­na­tor 2 – Tag der Abrech­nung war vor dem ers­ten Ava­tar Film Came­rons Magnum Opus. Mit T2 und dem Kampf zwi­schen dem T 800 und dem T 1000 hat­te er sich end­gül­tig sei­ne Spo­ren als Meis­ter der Action ver­dient. Doch wie steht er eigent­lich selbst zu sei­ner Fortsetzung?

Dazu zwei Stich­wor­te: Sting und Ecstasy.

Nein, die­se Wor­te haben sich nicht aus einem Dro­gen-Bericht auf unse­re Sei­te ver­irrt. Tat­säch­lich gibt Came­ron an, dass ihm die Idee zu Ter­mi­na­tor 2 Tag der Abrech­nung und die gan­ze Geschich­te rund um den von Edward Fur­long gespiel­ten John Con­nor kam, als er das Lied “Rus­si­ans” vom Album „The Dream of the Blue Turt­les“ hör­te und dabei völ­lig high von der Par­ty-Dro­ge Ecsta­sy war.

Der Gedan­ke, der ihm beim Text des Sting-Songs durch den Kopf ging, war: Lie­ben die Rus­sen ihre Kin­der? Denn falls sie es tun, wür­de der Kal­te Krieg nie­mals heiß wer­den. Die Asso­zia­ti­ons­ket­te, die von die­sem Gedan­ken zu Edward Fur­long als Anfüh­rer des Wider­stan­des führ­te, ist zwar nicht voll­ends klar, aber das Ergeb­nis spricht für sich: Die Sto­ry des Sci Fi Spek­ta­kels funk­tio­niert genau­so gut wie die eigent­li­che Action im Originaltitel.

Es scheint also alles gelun­gen, denn James Came­ron ist nach eige­ner Aus­sa­ge mit bei­dem sehr zufrie­den. Auch der Erfolg von “Ter­mi­na­tor 2 Jud­ge­ment day” lässt in die­ser Hin­sicht kei­nen Raum für Zweifel.

Die Kritiken zu Terminator 2 Tag der Abrechnung

Bereits die zeit­ge­nös­si­sche Kri­tik zum Film war über­wie­gend posi­tiv. Gera­de was die Trick­tech­nik, die Aus­stat­tung und die Kos­tü­me sowie das Sze­nen­bild anging, zeig­te sich die Kri­tik ein­stim­mig beein­druckt. Zur Beset­zung gab es unter­schied­li­che Stim­men, jedoch eben­falls mehr­heit­lich positive.

So war es auch nicht ver­wun­der­lich, dass Ter­mi­na­tor 2 nicht nur für zahl­rei­che Film­prei­se nomi­niert wur­de, son­dern vie­le davon auch gewann. So etwa den Oscar in den Kate­go­rien: Bes­te visu­el­le Effek­te (welch Wun­der), bes­tes Make-up, bes­te Ton­mi­schung und bes­ter Ton­schnitt. Außer­dem wur­den die Effek­te bei den BAFTA Awards, bei den Saturn Awards und bei den MTV Movie Awards im Jahr 1992 ausgezeichnet.

Ein­zig hin­sicht­lich der Dra­ma­tur­gie und der grund­sätz­li­chen Aus­sa­ge des Films gab es Kri­ti­ker, die sich nicht voll­ends über­zeu­gen lie­ßen. So wur­de dem Film oft die Action zum Selbst­zweck und die Gewalt als Über­zeich­nung attes­tiert. Arnies iko­ni­scher One-Liner “I’ll be back” avan­cier­te glei­cher­ma­ßen zum Trash-Slo­gan wie auch zum Gebet für Actionfans.

In der heu­ti­gen Film­kri­tik gibt es jedoch einen Kon­sens: Ter­mi­na­tor 2 ist der bes­te Action­film aller Zei­ten. Wenn Kri­ti­ker wie Alper von CSB, David Hain vom Video-Kanal BeHaind oder Yves von Movie­pi­lot gefragt wer­den, was ihre Lieb­lings-Gen­re-Fil­me sind (z.B. Lieb­lings-Lie­bes­film, Lieb­lings-Komö­die, usw.), dann ist eine lan­ge War­te­zeit vor­pro­gram­miert, denn das gro­ße Über­le­gen und Abwä­gen geht los.

Auf die Fra­ge nach dem bes­ten Action­film, kommt die Ant­wort jedoch wie aus der Pis­to­le geschos­sen: The Ter­mi­na­tor 2 Jud­ge­ment Day, kla­re Sache!

T2 ist der Zenit der Terminator-Reihe

Teil 1 war ein Über­ra­schungs­er­folg und ist defi­ni­tiv auch aus heu­ti­ger Sicht kein schlech­ter Film. Die Beset­zung war viel­fach auch dem Zufall geschul­det. Schwar­zen­eg­ger war noch der Body­buil­ding Star und im Kino noch nicht angekommen.

Der Zahn der Zeit hat an Ter­mi­na­tor 1 doch erheb­lich genagt und gera­de im Hin­blick auf die Visua­li­tät kann T1 nicht mehr so über­zeu­gen, wie er es damals tat. Auch die Hand­lung weist Län­gen auf und die Action ist nicht so vir­tu­os durch­kom­po­niert wie in den spä­te­ren Tei­len. Als der T 800 in Los Ange­les ankommt, bleibt der nack­te Schwar­zen­eg­ger der Start­se­quenz sicher­lich unvergessen.

Ab Ter­mi­na­tor 3 schwand dann aber auch das Inter­es­se am Fran­chise. Sowohl die zeit­ge­nös­si­sche als auch die aktu­el­le Kri­tik zu Rebel­li­on der Maschi­nen fällt eher mit­tel­mä­ßig aus. In der Rück­schau ist T3 aber trotz­dem noch einer der bes­se­ren Ter­mi­na­tor-Fil­me. Wäh­rend “Ter­mi­na­tor – Die Erlö­sung” bereits ver­ris­sen wur­de, avan­cier­te “Ter­mi­na­tor Geni­sys” zum abso­lu­ten Hass-Film der Fans. Der als “unnö­ti­ger Auf­guss” bezeich­ne­te Film war nicht nur ver­wir­rend, son­dern auch unlo­gisch und faul. Eini­ge Sze­nen wur­den ein­fach nur mit ver­meint­lich bes­se­rer Optik 1:1 nach­ge­dreht. Und apro­pos “gedreht”: Die Hand­lung dreh­te sich im Kreis und fand kei­nen logi­schen, roten Faden.

Rich­tig böse wur­de es dann aber 2019. Ter­mi­na­tor: Dark Fate gilt als einer der größ­ten Kino­flops der Film­ge­schich­te. Mit einem Bud­get von 200 Mio. Dol­lar (exklu­si­ve Mar­ke­ting und Ver­trieb) wur­de die Pro­duk­ti­on zum Geld-Grab und dürf­te damit auch gleich­zei­tig das Fran­chise unter die Erde gebracht haben.

Terminator 2 ist & bleibt Kult

Ter­mi­na­tor 2 Jud­ge­ment Day hin­ge­gen schaff­te den Spa­gat zwi­schen her­aus­ra­gen­der Action, die von den phä­no­me­na­len, nie dage­we­se­nen Effek­ten pro­fi­tier­te, und einer mit­rei­ßen­den Sto­ry. Die­se war einer­seits sim­pel genug, um ihr bei all dem Krach und den Explo­sio­nen zu fol­gen, hat­te aber trotz­dem aus­rei­chend Tief­gang und Inter­es­san­tes zu bie­ten, sodass man sie wür­di­gen konn­te. Das Ein­spiel­ergeb­nis von über einer hal­ben Mil­li­ar­de Dol­lar spricht dabei für sich. Mehr hat kein ande­rer Film der Rei­he je ein­neh­men können.

Gro­ße Mei­len­stei­ne der Kino-Geschich­te gehen auf die Adres­se der Ter­mi­na­tor-Rei­he, aber auch eini­ge Ent­täu­schun­gen und sogar Flops. Ter­mi­na­tor 2 bleibt aber ein abso­lu­tes High­light, das die spä­te­ren Fort­set­zun­gen nicht mehr errei­chen konn­ten. Das Auf­ein­an­der­tref­fen des T 800 mit sei­nem Nach­fol­ge­mo­dell T 1000 und die Geschich­te um den jun­gen, spä­te­ren Anfüh­rer des Wider­stan­des John Con­nor ist und bleibt Kult.