Eigenes Onlinebusiness

Einen Rie­sen-Online-Busi­ness-Hit lan­den und rich­tig erfolg­reich und reich wer­den? Ein erfolg­rei­ches Online-Busi­ness betrei­ben, gutes Geld ver­die­nen und sich dabei im Grun­de ruhig und ent­spannt zurück­leh­nen, wäh­rend der digi­ta­le Sales-Fun­nel alles erle­dig. Funk­tio­niert das?

Das sind nur zwei von vie­len traum­haf­ten Vor­stel­lun­gen, die über das The­ma Inter­net Busi­ness tat­säch­lich kur­sie­ren. Dabei gibt sie wirk­lich: die Hid­den Cham­pions des Online-Busi­ness, die sich in einem Nischen­markt zum digi­ta­len Markt­füh­rer ent­wi­ckelt haben.

Gleich­zei­tig ist eines unbe­streit­bar klar: ohne pfif­fi­ge Idee und vor allem ohne Ein­satz, ohne Arbeit und ohne treff­si­cher plat­zier­te Inves­ti­tio­nen in Web­site und Wer­bung wird man heu­te kein gro­ßes, eige­nes Online-Busi­ness auf­bau­en kön­nen. Der Markt ist enger und kom­pe­ti­ti­ver gewor­den, aber Nischen­pro­duk­te gibt es nach wie vor. Das Gute ist, dass im Wett­be­werb der digi­ta­len Ideen die Vor­tei­le bei jenen lie­gen, die aktiv sind. Im Inter­net gewin­nen nicht die größ­ten Unter­neh­men, son­dern Ange­bo­te mit einem Maxi­mum an Rele­vanz, Aktua­li­tät, Ser­vice und Kundennähe.

Wer die Band­brei­te der Online-Mar­ke­ting-Tricks all­ge­mein, und spe­zi­ell die Knif­fe im Nischen­mar­ke­ting kennt, kann mit einer guten Geschäfts­idee immer noch gewin­nen. Der Erfolg ist immer nur ein paar rich­ti­ge Maus­klicks ent­fernt. Aller­dings gilt das lei­der auch stets für den cle­ve­ren Wett­be­werb. Gehen wir den Fra­gen also Schritt für Schritt nach: Wie ste­hen die Chan­cen für ein erfolg­rei­ches, neu­es Online-Busi­ness heu­te ganz kon­kret? Wie gehen wir das The­ma als Unter­neh­men am bes­ten an, wenn wir ein Online-Busi­ness auf­bau­en wollen?

Online Business & Nischenmarkt: die perfekte Kombination?

Nischen­märk­te zu erobern oder eine Markt­ni­sche zu beset­zen, hat natür­lich, folgt man der Defi­ni­ti­on, einen ganz wesent­li­chen Vor­teil: Es gibt Nach­fra­ge und gleich­zei­tig eine über­schau­ba­re Kon­kur­renz. Gleich­zei­tig müs­sen Markt­ni­schen, vom Umsatz­po­ten­ti­al her betrach­tet, ihrem Namen gar nicht immer gerecht wer­den. So man­che Markt­lü­cke und Markt­ni­sche ist in die­ser Hin­sicht geräu­mi­ger, als es die Begrif­fe zunächst ver­mu­ten lie­ßen.

In der Tat gibt die Ver­mark­tung ein­zel­ner Nischen­markt-Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen in einem loka­len oder regio­na­len Umfeld viel­leicht nicht genug. In Kom­bi­na­ti­on mit einem Online-Busi­ness bzw. einem Online­shop ist auch mit der Posi­tio­nie­rung in einer hoch­spe­zi­el­len Markt­ni­sche mit­un­ter viel Geld zu verdienen.

Aus die­ser Sicht ist an der The­se viel dran, denn die Rech­nung geht viel­fach auf. Ein reich­wei­ten­star­kes Online-Busi­ness im E‑Com­mer­ce-Bereich ist eine gran­dio­se Chan­ce für alle Spe­zia­lis­ten auf ihrem jewei­li­gen Gebiet. Ein Blick auf kon­kre­te Fall­bei­spie­le reicht, um sich über die Trag­wei­te und das Poten­zi­al digi­ta­li­sier­ter Markt­ni­schen klar zu werden.

Den­ken Sie etwa an einen Ver­leih-Ser­vice für Geschirr, Besteck und Cate­ring Zube­hör. Selbst in einer Groß­stadt wie Ber­lin oder Ham­burg wäre der Markt für ein sol­ches Busi­ness­mo­dell eng. Die Inves­ti­ti­on in aus­rei­chen­de Lager­be­stän­de für das stark vola­ti­le Nach­fra­ge und die Logis­tik machen den Weg von der Geschäfts­idee zum Geschäft stei­nig, steil und weit. Auf der digi­ta­len Büh­ne und mit Blick auf den deutsch­land­wei­ten Markt prä­sen­tiert sich ein ganz ande­res Geschäft. Kun­den und Nach­fra­ge aus ganz Deutsch­land kön­nen berück­sich­tigt wer­den. Durch das enorm grö­ße­re Nach­fra­ge-Volu­men kann ein Unter­neh­men die Ziel­grup­pe beschrän­ken und Kri­te­ri­en defi­nie­ren. So wer­den Ange­bo­te aus­schließ­lich an die geho­be­ne Gas­tro­no­mie, an Pre­mi­um-Cate­rer und an Ver­an­stal­tun­gen ab einer bestimm­ten Grö­ße mög­lich. Auch die län­ger­fris­ti­ge Ver­mie­tung hoch­wer­ti­ger Aus­stat­tun­gen und von Luxus-Deko-Pro­duk­ten wird wirt­schaft­lich inter­es­sant und der eige­ne Nischen­markt kann über das eige­ne Ange­bot pro­ak­tiv gestal­tet wer­den. Ins­ge­samt wird ein Busi­ness mög­lich, dass lokal oder regio­nal nur wenig Aus­sicht auf Erfolg oder Ren­ta­bi­li­tät hät­te. Als erfolg­rei­ches Online-Busi­ness sind gro­ße Möbel- & Besteck-Ver­mie­ter jedoch Realität.

Mit Deinem Nischenmarkt Online-Business Geld verdienen

Alles beginnt mit der rich­ti­gen Idee und einer neu­gie­ri­gen Gesamt­markt-Betrach­tung. Ähn­lich ein­leuch­ten­de Bei­spie­le für Markt­ni­schen oder Nischen­pro­duk­te gibt es näm­lich tat­säch­lich vie­le. Selbst im ver­meint­lich gesät­tig­ten Mas­sen-Markt der Mode- und Beklei­dungs­ar­ti­kel suchen Kun­den immer wie­der Pro­duk­te und Ange­bo­te, die es nicht über­all gibt.

Die Markt­ni­sche Kos­tüm­ver­leih hat z.B. ähn­li­che Vor­aus­set­zun­gen, wie die extrem vola­ti­le und über­schau­ba­re Nach­fra­ge unse­res vor­her­ge­hen­den Busi­ness-Bei­spiels. Bezieht man über einen Shop oder eine Online-Prä­senz Men­schen aus ganz Deutsch­land oder des gesam­ten Dach-Raums in die Ziel­grup­pe ein, dann ändern sich die Vor­aus­set­zun­gen dra­ma­tisch. Ange­sichts vie­ler Thea­ter­büh­nen, Film- und Video­pro­duk­tio­nen oder simp­len Mot­to-Par­tys öff­net sich schein­bar plötz­lich ein wirk­lich lukra­ti­ver Nischen­markt, der ein erfolg­rei­ches Geschäft bzw. Unter­neh­men mög­lich macht. Natür­lich war der Markt schon vor­her da. Erst als reich­wei­ten­star­kes, über­re­gio­na­les Online-Busi­ness kann ein Unter­neh­men aber jenes Markt­po­ten­zi­al nut­zen, das es für ein dau­er­haft lukra­ti­ves Geschäfts­mo­dell braucht.

Achte auf die Lücke / Mind the Gap

Erfolg im Nischenmarkt nachhaltig sichern

Ein ande­res, ganz beson­ders Bei­spiel eines inter­es­san­ten Mode-Nischen­mark­tes ist der Bereich der Trach­ten­mo­de. Deut­sche oder baye­risch-alpi­ne Trach­ten­mo­de ist ein Mode­stil, der in den letz­ten 15 Jah­ren einen enor­men Nach­fra­ge­schub erfah­ren hat. Den­noch sind die Dirndl und Leder­ho­sen und vie­le typi­schen Acces­soires nach wie vor ein ver­gleichs­wei­se über­sicht­li­cher Nischen­markt. Zwar wagt schon so man­che Trach­ten­mo­de-Mar­ke den Schritt aus den Markt­ni­schen her­aus und pro­du­ziert bemer­kens­wert attrak­ti­ve, all­tags­taug­li­che Mode im Trach­ten­mo­de-Style, aber im Kern blei­ben Dirndl, Leder­ho­sen und Trach­ten­schu­he Pro­duk­te aus der Markt­ni­sche. Das Thü­rin­ger Unter­neh­men Alpen­wahn­sinn betreibt hier bei­spiels­wei­se seit 2001 einen Shop, der heu­te eine welt­wei­te Ziel­grup­pe erreicht. Der Alpen­wahn­sinn Dirndl & Trach­ten­mo­de Online­shop ging zu einem Zeit­punkt online, als der Nischen­markt sei­ner Defi­ni­ti­on noch umfas­send nach­kam. Online waren die Out­fits und Pro­duk­te Mit­te der 2000er-Jah­re noch kaum ver­tre­ten. Die Online-Markt­ni­sche war rie­sig und der Shop nach ver­hält­nis­mä­ßig schnell Fahrt auf. Die Wett­be­werbs­ver­hält­nis­se haben sich zwar seit­her dra­ma­tisch ver­än­dert, aber der Shop und die Web­site des Unter­neh­mens zäh­len online nach wie vor zu den Branchenführern.

Ech­tes Nischen­mar­ke­ting ist natür­lich auch beson­ders effi­zi­ent, denn ohne nen­nens­wer­ten Wett­be­werb stellt sich dem Erfolg der Online-Wer­be­maß­nah­men nichts in den Weg. Am Bei­spiel Trach­ten­mo­de zeigt sich aber auch, wie sich die­ser digi­ta­le Wett­be­werb ver­än­dern kann. Wäh­rend die Nische vor weni­gen Jah­ren noch Affi­lia­te-Mar­ke­ting Bud­gets in über­schau­ba­ren Grö­ßen­ord­nun­gen zuließ, inves­tie­ren Markt-Teil­neh­mer heu­te sie­ben­stel­li­ge Beträ­ge in Social-Media-Ads, Goog­le-Ads und ande­re Kunden-Werbeformate.

Auch aus eins­ti­gen Markt­ni­schen und der Markt­lü­cke von ges­tern ent­steht hart umkämpf­ter Markt, denn Wett­be­wer­ber sprin­gen auf fah­ren­de Züge auf. In der Kon­se­quenz: Auch in der Nische zuneh­mend eng. In der Nische wird es zuneh­mend teu­er. Auch in der Nische müs­sen Unter­neh­men zuneh­mend um jeden Kun­den kämpfen.

Die­se Ent­wick­lung hat sich haupt­säch­lich im Online-Busi­ness Nischen­markt in den letz­ten Jah­ren zuneh­mend rasant voll­zo­gen. Vie­le nie­der­ge­las­se­ne Unter­neh­men haben Tei­le des eige­nen Busi­ness auch ins Inter­net ver­la­gert, einen Shop ein­ge­rich­tet oder Online-Ange­bo­te auf­ge­baut. Auf eine Web­site ver­zich­tet kaum noch ein Unter­neh­men und auch zusätz­li­che Schrit­te in Rich­tung digi­ta­ler Geschäfts­mo­del­le hat ein Groß­teil der Busi­ness-Play­er schon gesetzt.

Ein Grund dafür ist auch, dass es in vie­len Bran­chen und Berei­chen ver­gleichs­wei­se ein­fach und preis­güns­tig ist ein Online-Busi­ness auf­zu­bau­en. Wäh­rend die Ein­rich­tung von Nie­der­las­sung und Geschäfts­stel­len oder der Auf­bau einer regio­na­len Infra­struk­tur für den Ver­kauf auf­wen­dig und teu­er sind, sind der Bau von Web­site und Online­shop und der Ein­satz von Soft­ware im Ver­gleich dazu ein Schnäppchen.

Die­ses Poten­zi­al erken­nen alle und die Online-Busi­ness-Nischen sind für Ein­stei­ger natür­lich beson­ders attrak­tiv. Folg­lich kön­nen sich Unter­neh­men, die bereits in der Markt­lü­cke tätig sind, defi­ni­tiv nicht zurück­leh­nen und aus­ru­hen. Gera­de E‑Commerce Markt­ni­schen sind teil­wei­se einer unge­heu­er­li­chen Dyna­mik unter­wor­fen, sodass Unter­neh­men ihren Kun­den ech­te Vor­tei­le und Mehr­wer­te bie­ten müs­sen. Ver­trau­ens­bil­den­de Ele­men­te wie Mar­ke, Mar­ken­be­kannt­heit oder das klas­si­sche Emp­feh­lungs­ge­schäft ‑etwa über Social Media – wie­der in den Mit­tel­punkt rücken.

Mode-Boutique

Was sind Nischenmärkte?

Bevor wir den Arti­kel wei­ter aus­füh­ren wol­len wir auf die­se Fra­ge noch mal ganz gezielt ein­ge­hen. Wie defi­niert sich ein Nischen­markt oder eine Markt­lü­cke genau und was macht aus Markt­ni­schen schließ­lich einen “nor­ma­len Markt” bzw. einen Gesamt­markt oder Massen-Markt?

Wie schon annä­hernd erör­tert sind Nischen­märk­te Markt­seg­men­te oder Teil­märk­te für Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen, für wel­che es eine vor­han­de­ne Nach­fra­ge, aber nur weni­ge Anbie­ter gibt. In der Markt­ni­sche las­sen sich also poten­zi­el­le Kun­den, aber weni­ge anbie­ten­de Unter­neh­men fin­den. In der Regel ist das Markt­vo­lu­men in Markt­ni­schen rela­tiv über­schau­bar, aller­dings lässt der ver­gleichs­wei­se gerin­ge Wett­be­werb, höhe­re Deckungs­bei­trä­ge und Mar­gen zu.

Der gerin­ge­re Wett­be­werb macht es auch ein­fa­cher und schnel­ler mög­lich, ein gewinn­brin­gen­des Online-Busi­ness auf­zu­bau­en. In frü­he­ren Ent­wick­lungs­pha­sen von Online-Busi­ness und vor allem des E‑Com­mer­ce-Sek­tors sind zahl­rei­che Nischen­märk­te ent­stan­den, die alle genann­ten Vor­tei­le gebo­ten haben. Vie­le Nischen haben sich inzwi­schen, etwa auf­grund der stän­dig zuneh­men­den Online-Shop-Aus­wahl, zu nor­ma­len, hart umkämpf­ten Märk­ten ent­wi­ckelt. Auch gro­ße Shops, wie etwas Ama­zon, eBay oder Raku­ten, die mehr oder weni­ger alles zum Ver­kauf anbie­ten, las­sen kaum eine Markt­lü­cke übrig.

Die flo­rie­ren­de Boom-Zeit der Online-Nischen­märk­te scheint zumin­dest im Online­shop­ping-Bereich vor­über zu sein. Den­noch ist rela­tiv zu den gesät­tig­ten Mas­sen-Märk­ten betrach­tet immer noch die eine oder ande­re Nische vor­han­den, die Ideen für neue Ange­bo­te zulässt. Eines ist dabei aber sicher­lich fest­zu­hal­ten: die Markt­lü­cke, die per Crash­kurs, ohne per­sön­li­chen Ein­satz und mit gering­fü­gi­gen Inves­ti­tio­nen in kur­zer Zeit einen Mil­lio­nen­um­satz zulässt, dürf­te es zumin­dest in der Real­wirt­schaft nicht mehr geben.

Gibt es eine Marktlücke der disruptiven Strategien?

Ein Online-Busi­ness muss aller­dings nicht auto­ma­tisch ein Online­shop sein. Auch Nischen­märk­te sind kei­ne zwin­gen­de Vor­aus­set­zung und selbst der Ver­kauf von Pro­duk­ten ist nicht der ein­zig mög­li­che Unter­neh­mens­ge­gen­stand. Viel­mehr kann die Ent­schei­dung, ein neu­es Online-Busi­ness auf­zu­bau­en regel­recht einer Revo­lu­ti­on gleichkommen.

Sofern der Schritt und die Idee mit alt­her­ge­brach­ten Markt­ver­hält­nis­sen bricht und alles, was die Digi­ta­li­sie­rung mög­lich macht, kon­se­quent aus­schöpft, kann ein Online-Busi­ness die kom­plet­ten Spiel­re­geln eines Pro­duk­tes oder einer Bran­che fun­da­men­tal ver­än­dern. Die­se radi­ka­len Geschäfts­mo­del­le gestal­ten bekann­te Geschäfts­zwei­ge grund­le­gend um und kön­nen in der Kon­se­quenz gan­ze Wirt­schafts­sek­to­ren aus­he­beln oder “zer­stö­ren”.

So viel ver­spricht zumin­dest die Begriff­lich­keit, zumal das aus dem eng­li­schen ent­lehn­te Wort “dis­rup­tiv” dem Sin­ne nach “unter­bre­chen” oder eben “zer­stö­ren” bedeu­tet. Dis­rup­ti­ve Busi­ness-Model­le, Ideen oder dis­rup­ti­ve Tech­no­lo­gien erset­zen alte Geschäfts­mo­del­le oder über­ho­len eta­blier­te Vorgänger-Technologien.

Welt­be­kann­te Bei­spie­le sind etwa das Smart­pho­ne, der digi­ta­li­sier­te Pri­vat­ta­xi-Dienst Uber, der Dienst für die pri­va­te Buchung und Ver­mie­tung von Feri­en­woh­nun­gen und Zim­mern Airbnb, der Cof­fee-to-go Erfin­der Star­bucks, der Bezahl­dienst Paypal oder gewis­ser­ma­ßen auch die Auf­stei­ger-Mar­ke für Elek­tro­mo­bi­li­tät Tes­la. Jede genann­te Idee hat bestehen­de Rea­li­tä­ten ver­drängt oder den Markt stark unter Druck gesetzt. Taxi­fah­re­rin­nen und Taxi­fah­rer sind auf die neu­en Kol­le­gen von Uber nicht gut zu spre­chen. Ähn­lich dürf­te Nokia dem Smart­pho­ne-Pio­nier Apple nicht mit offe­ner Sym­pa­thie begegnen.

Tes­la hat unter ande­rem das Geschäft mit der Aus­stat­tung von Fahr­zeu­gen ganz neu erfun­den. Jeder Tes­la kann im Grun­de alles bzw. gene­rell wird das gesam­te Aus­stat­tungs­pa­ket im Modell ver­baut. Jedes Fahr­zeug kann somit ein­fach unkom­pli­zier­ter, effi­zi­en­ter und güns­ti­ger pro­du­ziert wer­den. Die Kun­den kön­nen zusätz­li­che Funk­tio­nen spä­ter nach­kau­fen und ein­fach frei­schal­ten las­sen, sodass das Auto Schritt für Schrit­te zu einem voll aus­ge­stat­te­ten Spit­zen­mo­dell “upge­gra­det” wer­den kann. Auch kurz­zei­ti­ge Upgrades oder Bezahl­diens­te wer­den möglich.

Die Ideen sind z.T. so radi­kal, dass man­che Geschäfts­mo­del­le und Busi­ness-Pro­duk­te anfangs mit Anzei­gen über­häuft wer­den. Unter dem Strich unter­schei­den aber die Kun­den: Leis­tun­gen, Pro­duk­te und Arti­kel, die bil­li­ger, unkom­pli­zier­ter und tech­no­lo­gisch oft ein­fach auch bes­ser sind, set­zen sich intui­tiv durch.

Die “Markt­lü­cke”, die heu­te noch nie­mand kennt, weil sie erst erfun­den wer­den muss, gibt es logi­scher­wei­se immer. Sie zu suchen, zu fin­den und die Ent­wick­lung eines sol­chen dis­rup­ti­ven Geschäfts­mo­dells ist aller­dings auch ein ganz gro­ßer Wurf. Gleich­wohl ist die Suche nach der neu­en Nische der sinn­stif­ten­de Nim­bus von Start-ups. “The next big thing” geis­tert stän­dig durch das Menü von Busi­ness-Blogs und auch auf unse­rer Sei­te spie­len Arti­kel, Pro­dukt-Ideen, Tipps & Tricks, die das Zeug zur Geschäfts­idee haben, immer wie­der eine Rolle.

Die dis­rup­ti­ve Markt­lü­cke und die Nische von mor­gen ist ange­sichts der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on das eigent­lich wich­tigs­te Spiel­feld. Ideen und die Suche nach neu­en Lösun­gen zäh­len. Der Schritt, gan­ze Geschäfts­mo­del­le und Märk­te neu zu den­ken, erfor­dert Mut, Neu­gier und Risikobereitschaft.

Selbst Goog­le wäre in die­ser Hin­sicht bei vie­len Ana­lys­ten und Unter­neh­mens­be­ra­tern in sei­nen ers­ten Stun­den glatt durch­ge­fal­len. Stel­len Sie sich vor, dass jun­ge Unter­neh­men zu Ihnen kom­men und sagen, dass Sie vie­le Mil­lio­nen in Ser­ver-Infra­struk­tur inves­tie­ren wol­len und noch mehr Mil­lio­nen in Soft­ware und Wer­bung. Der Dienst ist für die Kun­den – oder in die­sem Fal­le viel­mehr für alle Men­schen vor Ihren Rech­nern – kom­plett kos­ten­los. Jede Suche ist für die Men­schen gra­tis, wäh­rend sie das Start-up Geld kos­tet und schon vor­her Mil­lio­nen inves­tiert wer­den müs­sen? Selbst der selt­sa­me Name “Goog­le” hät­te viel­leicht den einen oder ande­ren Mar­ke­ting-Exper­ten mit klu­gen Tipps auf den Plan gerufen.

Sie hal­ten das für einen nicht beleg­ba­ren hypo­the­ti­schen Rück­blick? Kei­nes­wegs, denn man­che der oben genann­ten, heu­ti­gen Welt­markt­füh­rer hat­ten in ihrer jewei­li­gen Grün­dungs­pha­se tat­säch­lich Pro­ble­me Kapi­tal­ge­ber zu fin­den. Selbst Face­book galt als Risi­ko­in­ves­ti­ti­on und fiel schließ­lich dem Ven­ture-Capi­tal-Geber und Inves­tor Peter Thiel auf. Der Rest ist Geschich­te, und die­se haben alle genann­ten Unter­neh­men schon heu­te unaus­lösch­lich geschrieben.

Inter­es­san­ter­wei­se sind erstaun­lich vie­le erfolg­rei­che dis­rup­ti­ve Ideen im kali­for­ni­schen Sili­con Val­ley ent­stan­den. Wel­che “Zuta­ten” dazu bei­getra­gen haben, ist Gegen­stand zahl­lo­ser Stu­di­en und eben­so vie­ler Dis­kus­sio­nen. “Busi­ness-Inku­ba­to­ren” und vie­le enga­gier­te Grün­der­zen­tren stre­ben der viel beschwo­re­nen “Grün­der­kul­tur” nach und selbst die “Höh­le der Löwen” bie­tet der Suche nach neu­en Ideen eine mit­un­ter zwei­fel­haf­te Bühne.

Die Pro­spe­ri­tät eines Sili­con Val­ley ist bis­her welt­weit uner­reicht, aber viel­leicht gibt es auch dafür irgend­wann eine dis­rup­ti­ve Ant­wort. Wir soll­ten dran­blei­ben, damit sie mög­lichst aus Euro­pa kom­men möge.

Online-Marketing als Erfolgsfaktor erkennen

Es ist kein Scherz: Es ist noch gar nicht so lan­ge her, da hat­te noch nicht mal jede deut­sche Geschäfts­füh­rung eine E‑Mail-Adres­se. Eine eige­ne Inter­net-Sei­te ist bis heu­te auch bei Unter­neh­men beacht­li­cher Grö­ße nicht ganz selbst­ver­ständ­lich und im Umgang mit Daten sind vie­le schein­bar einen hal­ben Schritt vom Kar­tei­kar­ten­sys­tem ent­fernt. Papier­lo­se Buch­hal­tung und digi­ta­le Amts­vor­gän­ge sind ihrer­seits Nischen, in die wir uns lang­sam vortasten.

Vom Suchen nach der nächs­ten, digi­ta­len Markt­lü­cke muss vor die­sem Hin­ter­grund hier­zu­lan­de eigent­lich auch unser Arti­kel nicht gegen­stands­los spe­ku­lie­ren. Auf einen Arti­kel wie die­sen wol­len wir aber bewusst nicht ver­zich­ten, denn die zwi­schen dem “big thing” und attrak­ti­ven, digi­ta­len Chan­cen gibt es eine brei­te Palet­te an wert­vol­len Tipps für Unter­neh­me­rin­nen und Unternehmer.

Mit einer stra­te­gisch cle­ver aus­ge­rich­te­ten Sei­te und einer durch­dach­ten, aktiv ver­wal­te­ten Online-Prä­senz sind erstaun­li­che Reich­wei­ten im Netz mög­lich. Die digi­ta­le Markt­füh­rer­schaft im Netz ist auch für klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men real mög­lich. Wäh­rend frü­her nach Kun­den gesucht und um Kun­den gewor­ben wur­de, sor­gen Unter­neh­men heu­te ein­fach dafür, dass sie von poten­zi­el­len Kun­den gefun­den werden.

Online gel­ten näm­lich ande­re Geset­ze, als im Wett­be­werb der klas­si­schen Kom­mu­ni­ka­ti­ons- & Ver­triebs­po­li­tik. Online-Mar­ke­ting ist der Wett­be­werb der Rele­vanz. Schritt für Schritt und Sei­te für Sei­te kön­nen Unter­neh­men zu Men­to­ren für ihre Ziel­grup­pe und zu einem wich­ti­gen The­ma wer­den. Ganz ein­fach aus­ge­drückt führt die­se Stra­te­gie dazu, dass Web­sites im Inhalts­ver­zeich­nis von Goog­le zum jewei­li­gen Ange­bot und The­ma ganz vor­ne ste­hen. Die digi­ta­le Cus­to­mer Jour­ney nimmt Fahrt auf und führt dem Unter­neh­men einen gro­ßen Anteil der vor­han­de­nen Nach­fra­ge zu.

Ähn­lich ver­hält es sich übri­gens auch bei jeder digi­ta­len Anzei­ge, denn Kun­den wer­den hier ganz gezielt zu einem The­ma “abge­holt” und “mit­ge­nom­men”. Wenn der Shop oder die Web­site das hal­ten, was Anzei­ge (etwa die bereits vor­ab erwähn­ten Goog­le oder Insta­gram Anzei­gen) oder Such­ergeb­nis (Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung, SEO) ver­spre­chen, sind neue Kun­den unvermeidlich.

Die­se “the­ma­ti­sche Nische” der Such­ma­schi­nen kön­nen Unter­neh­men auch heu­te noch beset­zen und gezielt nut­zen. Zumal die markt­füh­ren­de Such­ma­schi­ne Goog­le auch regio­nal sehr spe­zi­fi­sche Such­ergeb­nis­se lie­fert, kön­nen Fir­men mit loka­ler Reich­wei­te treff­si­cher punkten.

Unser Tipp: Gera­de im Online-Busi­ness ist die Aus­schau nach Nischen wich­ti­ger denn je. Es geht um the­ma­ti­sche und Unter­neh­mens-stra­te­gi­sche Nischen, die den Unter­schied machen kön­nen. Das Haupt­me­nü Ihrer Web­site soll­te nicht in ers­ter Linie der Selbst­dar­stel­lung die­nen, son­dern hel­fen Sie Ihrer Ziel­grup­pe bewusst wei­ter. Lösen Sie Pro­ble­me, ver­schen­ken Sie Tipps und beschrei­ben Sie Lösun­gen. Wer­den Sie – wie zitiert – zur Men­to­rin oder zum Men­tor Ihrer poten­zi­el­len Auf­trag­ge­ber und inspi­rie­ren Sie Web­site-Besu­che­rin­nen und Besu­cher so weit, dass es leicht­fällt, sich für Ihre Ange­bo­te zu ent­schei­den. Vor allem regio­nal sind die­se Nischen noch attrak­tiv vor­han­den und war­ten auf Ihre Bewerbung.

Goog­le ver­stei­gert Sicht­bar­keit an die Meist­bie­ten­den und das gefrag­te Ange­bot ist Infor­ma­ti­on. Tech­ni­sche Anfor­de­run­gen kom­men natür­lich hin­zu, aber dies ist ein ande­res The­ma. Machen Sie sich schlau oder wen­den Sie sich an kom­pe­ten­te Part­ner. Auch auf­schluss­rei­che Online-Kur­se zu den The­men kön­nen Ihnen hel­fen ziel­füh­ren­de Schrit­te zu setzen.

Online zum Erfolg

Fest steht: Ohne das rich­ti­ge Mar­ke­ting haben auch bes­te Ideen und kon­kur­renz­los über­le­ge­ne Ange­bo­te kei­ne Chan­ce. Nische hin oder Nische her: auch jedes Online-Busi­ness bedeu­tet in ers­ter Linie “erfolg­reich kom­mu­ni­zie­ren und erfolg­reich ver­kau­fen”. Bei­des muss bewusst orga­ni­siert werden.

Das ist die Her­aus­for­de­rung und gleich­zei­tig die Chan­ce. Online ist nicht zwi­schen Groß und Klein zu unter­schei­den, son­dern der Unter­schied zwi­schen aktiv und inak­tiv bzw. irrele­vant und rele­vant zählt. Exper­ten auf ihren jewei­li­gen Gebie­ten, die ihrer Ziel­grup­pe bewusst wei­ter­hel­fen oder das Publi­kum inspi­rie­ren, gene­rie­ren kost­ba­re Mar­ke­ting-Reich­wei­te und wer­den online zur aner­kann­ten Marke.

Die Chan­cen haben sich also ver­än­dert, denn eine ein­fa­che Nische lässt sich nicht mehr ganz so leicht fin­den und beset­zen wie noch vor 15 oder vor 10 Jah­ren. Den­noch defi­niert das Online-Busi­ness in nahe­zu jeder Bran­che die Rich­tung, die wir Zukunft nen­nen. Wer sich mit Inno­va­tio­nen zurück­hält oder auf den Spruch “das haben wir immer so gemacht und es hat immer funk­tio­niert” setzt, wird viel­leicht dis­rup­ti­ve Ent­wick­lun­gen im klei­nen Kreis per­sön­lich kennenlernen.

Moti­vie­ren soll­te jedoch nicht die Sor­ge, son­dern die Chan­cen. In wel­chem Online-Busi­ness könn­ten Sie neue Spiel­re­geln defi­nie­ren? Wo sind Sie bes­ser, schnel­ler, güns­ti­ger und kom­pe­ten­ter als die Kon­kur­renz und wie kön­nen Kun­den über­re­gio­nal davon pro­fi­tie­ren? Las­sen sich Pro­duk­te anders nut­zen oder anders finan­zie­ren oder gibt es Anwen­dun­gen, an die viel­leicht noch nie­mand gedacht hat?

Sie sehen: Wenn Sie Ihr Online-Busi­ness auf­bau­en, dann ist Krea­ti­vi­tät und eine cle­ve­re Beant­wor­tung bei Fra­gen wie die­sen gefragt. Bei der hand­werk­li­chen Umset­zung soll­ten Sie auf Exper­ten, Part­ner und Men­schen set­zen, die Sie unter­stüt­zen. Das wird cool. Wir wün­schen Ihnen viel Spaß und natür­lich maxi­ma­len Erfolg.